Wo soll das nur Enden..? (Achtung, lange Story!)

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Sebbe

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Guten Abend,
nach längerem überlegen habe ich mich nun dazu entschlossen auch meine Geschichte mit euch zu teilen. Zum einen natürlich da hier eine Community vertreten ist, die sich mit diesem Thema auskennt und (hoffentlich) Tipps, Anregungen, etc. geben kann, und zum anderen um alles was geschehen ist endlich mal in einem Text zusammen zufassen und es mir von der Seele zu schreiben. Ich habe mich natürlich mit Eltern, Freunden und Mitbewohnern über das Thema der Angst und Panikattacken unterhalten, aber ich habe das Gefühl keiner kann so richtig nachvollziehen was ich (bzw. wir alle hier) durchmachen.

Über mich kann ich euch erzählen, dass ich 21 Jahre jung bin und derzeit BWL studiere. Sport mache ich zur Zeit leider keinen (unter anderem aus gegebenem Anlass, später dazu mehr), bin körperlich allerdings fit und bin keinenfalls übergewichtig.

So richtig angefangen hat alles vor etwa einem dreiviertel Jahr. Ich saß an einem Montagmorgen in der Bahn in Richtung Uni-Stadt (wo ich unter der Woche auf lebe) als auf einmal meine Hände eingeschlafen sind, ohne dass sie eingeklemmt waren. Ich hatte mich den ganzen morgen schon schlecht und komisch gefühlt. Generell waren die Wochen davor merkwürdig, ich hatte ab und zu Taubheitsgefühle an den Fusssohlen und habe mich ständig schlecht gefühlt, als ob etwas mit meiner Gesundheit nicht stimmen würde. Wollte damals deswegen sowieso schon zum Arzt gehen. Naja, was in der Bahn dann weiterhin passiert ist könnt ihr euch sicherlich denken: Panikanfall vom allerfeinsten, mit allem drum und dran. Arme und Beine schlafen ein, Herzrasen kommt, ich denke mir: 'Mein Körper schläft komplett ein, ich muss schneller atmen sonst sterbe ich!'. War natürlich ein Schuss in den Ofen, es wurde immer schlimmer und die Panik immer mehr. Habe dann fremde Leute angesprochen ob sie mir nicht schnell einen Krankenwagen rufen können. Hatte zu dem Zeitpunkt schon Schwierigkeiten zu reden, da der Kiefer auch kaum noch zu bewegen war. Paar Minuten später bin ich dann mit Todesangst aus der Bahn, Krankenwagen kam und ich bekam eine Hyperventilationsmaske auf. Wenig später gings dann wieder besser. Trotzdem ins Krankenhaus, Blutabnahme & co. ergaben dann aber dass es wirklich nur eine Panikattacke war und ich damit am besten zum Hausarzt gehen soll.
Dort bin ich dann auch direkt am selben Tag noch hin. Hier wurde mir ohne jegliche Untersuchung ein Überweisungsschein zum Psychologen in die Hand gedrückt. Nach diversen Telefonaten war dann aber klar, dass es nicht einfach wird einen Platz zu bekommen (Wartezeiten von mind. einem halben Jahr etc.). Da es mir in den Wochen dannach besser ging habe ich die Suche irgendwann aufgegeben (großer Fehler!).

Springen wir etwas weiter: vor etwa einem halben Jahr ging es dann wieder los, dass ich mich phasenweiße komisch gefühlt habe. Ich war städnig Müde, Lustlos, meine Beine waren schwer, mir war schwindelig und ich hatte Konzentrationsprobleme. Das ging wochenlang immer mal wieder so, bis ich an einem Tag mehrfach das Gefühl hatte kurz vor dem umkippen zu sein: in meinem Kopf hat sich ein krasser Druck aufgebaut, ich konnte nur noch verschwommen sehen, hatte durchgänig piepen im Ohr, konnte mich nicht konzentrieren und teilweiße nur schwer hören. Das ging nen ganzen Tag so. Seid dem habe ich auch durchgänig dieses Angst-Gefühl im Bauch, die Panik dass jederzeit etwas passieren könnte. Ich bin dann auch direkt wieder zum Arzt, habe ihm von der fehlgeschlagenen Suche nach einem Therapieplatz erzählt und dass etwas mit mir nicht stimmt. Wieder keine Untersuchungen, dafür ein Schreiben an die Krankenkasse mit bitte für das Kostenerstattungsverfahren (Psychotherapie für Privatpatienten, Krankenkasse übernimmt die Kosten aber). Dieser Antrag wurde später allerdings abgelehnt.

Ich habe also immer noch keinen Therapieplatz und die nächsten Symptome stehen auf der Matte: mein Herz macht Faxen. Vorallem Abends fällt mir zunehmend auf wie unregelmäßig mein Herz schlägt. Ständig stolpert es, schlägt zu doll, dann wieder nur ganz leicht, der Puls erhöht sich schlagartig und sinkt genau so schnell wieder. Wie ihr euch denken könnt hilft dies keinenfalls bei der Bekämpfung von Angstzuständen. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt (jetzt übrigens immer noch nicht) noch keine Diagnose geschweige denn Untersuchungen hinter mir die bestätigen, dass es sich wirklich um ein psychisches Problem handelt. Ich wusste / weiß also nicht, ob ich nun wirklich krank bin oder nicht.

Springen wir noch weiter: jetzt sind wir fast in der Gegendwart angekommen, der nächste Höhepunkt meiner Story steht bevor: wieder ein Montagmorgen, ich packe gerde meine Sachen und will mich auf den Weg zur Uni machen (wie gesagt, ich studiere in einer anderen Stadt und wohne dort auch unter der Woche). Auf einmal merke ich wie mein Herz extrem schnell schlägt und immer schneller wird. Ich denke natürlich zunächst an einen Panikanfall (den ich bisher ja nur einmal so wirklich hatte) und habe versucht runterzukommen. Da neben dem Herzrasen allerdings keine Symptome aufgetreten sind habe ich die Möglichkeit der Panikattacke irgendwann ausgeschlossen. Habe dann 112 angerufen und gefragt was ich machen soll. Am Telefon haben wir dann meinen Puls gemessen: 160. 'Krankenwagen und Notarzt sind auf dem Weg, verhalten sie sich ruhig! Nicht bewegen, nichts essen, nichts trinken!' Na toll. Puls von 160 konnte auch mit leichten Medikamenten nicht gesenkt werden. Also ab ins Krankenhaus. Auch hier ist es kaum gelungen meinen Puls zu bändigen, erst extreme Beruhigungsmittel konnten den Erfolg erzielen. Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass ich während der ganzen Aktion keinerlei Panik verspürt habe. Natürlich ist so ne Krankenhaus-Aktion aufregend, aber mit Sicherheit kein Grund für nen Puls von 160+.
Ich musste dann ein paar Tage im Krankenhaus bleiben und es wurden verschiedene Untersuchungen gemacht (Blut, EGK, Herzultraschall). Ergebnis: bis auf den zu schnellen Puls alles okay. Bin dann direkt entlassen worden mit dem Hinweis, dass ich das mal vom Kradiologen untersuchen lassen soll. Dort war ich am nächsteh Tag, der fängt aber auch direkt wieder an von Panickattacken zu erzählen. Davon wollte ich zu dem Zeitpunkt aber absolut nichts hören, da ich mir sicher war ernsthaft körperlich krank zu sein. Ich habe einen Termin zum Langzeit-EKG ausgemacht welcher allerdings noch ein paar Wochen hin war. Ich wusste schon, dass das nicht alles gewesen sein kann und dass ich immer noch 'krank' bin.

Und so war es dann auch: eine Woche später, gleiches Problem. Wieder Puls 160, wieder Krangenwagen, wieder ins Krankenhaus mit stationärer Aufnahme. Dieses mal war ich aber in meiner Uni-Stadt im Krankenhaus und hatte das Gefühl dass ie Ätzte sich hier mehr und besser um mich kümmern. Es wurden wieder EGKs, Blutuntersuchungen und Herzultraschall gemacht. Außerdem habe ich ein Belastungs-EKG gemacht, welches allerdings nach wenigen Minuten abgebrochen werden musste, da mein Ruhepuls seit der Einlieferung über mehrere Tage schon bei 120 lag. Zufällig kam der Chefarzt der Kardiologie währenddessen rein, hat mich gesehen und war der Überzeugung, dass jemand in meinem Alter und meinem Körper keine Probleme mit dem Herz haben sollte und hat meinen Fall daher sofort persönlich übernommen. Er hat sich alles angeguckt und mir für erstmal vier Wochen Ramipril 5mg (gegen Bluthochdruck) und Procoralan 7,5mg (gegen den hohen Ruhepuls, der einfach nicht runtergeht) verschrieben.

Diese Medikamente nehme ich jetzt seit drei Wochen. Bis auf die Lichtempfindlichkeit und den Schwindel treten auch keine Nebenwirkungen auf. Ich kann meinen Alltag zwar normal wahrnehmen, darf allerdings kein Sport machen, kein Alkohol trinken etc.
Was allerdings auftritt sind weitere Symptome von Angststörungen: Unwohlsein, Angstgefühl im Bauch und so weiter. Die letzten Tage hatte ich das Gefühl meine Backen werden taub, sowohl von innen als von außen. Gestern erst hat meine Kopfhaut ganz komisch gekribbelt den ganzen Abend über. Außerdem habe ich teilweiße leichte Herzschmerzen. (Die Liste von Symptomen kann ewig fortgesetzt werden..)
Habe langsam das Gefühl ich drehe hier durch. Jeden Tag treten neue Symphtome auf und ich weiß noch nicht so recht wie ich damit umgehen soll. Teilweise bekomme ich Panik, versuche mich abzulenken oder google direkt nach Ursachen. Schlafen tue ich in letzter Zeit auch nicht mehr wirklich gut.

Am Freitag habe ich den Termin beim Kardiologen zum Langzeit-EGK. Und nächsten Donnerstag muss ich wieder ins Krankenhaus. Dann wird geguckt wie die Medikamente wirken und wie wir weiter vorgehen wollen.
Ich werde versuchen den Thread hier immer aktuell zu halten und euch immer wieder auf dem neusten Stand zu bringen (sofern es denn hier jemanden interessiert).

Mir hat es auf jeden Fall schonmal gut getan, das hier alles niederzuschreiben. Fühle mich direkt besser!

Wenn ihr Fragen habt, gerne her damit, auch Kommentare oder ähnliche Berichte lese ich gerne. Würde mich freuen wenn ich hier endlich Leute finde denen es ähnlich ergeht wie mir.

Sorry für den langen Text, und danke fürs lesen wenn ihr es bis hier hin geschafft habt ;)

Grüße!
 

Kathleen

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Hallo Sebbe,
es ist auf jeden Fall richtig, dass erst körperliche Erkrankungen ausgeschlossen werden, bevor man die Psyche behandelt.

Die Symptome die du beschreibst, klingen schon sehr nach einer Angststörung. Interessant wäre mal zu gucken wie dein Puls reagiert, wenn du kurzfristig ein Beruhigung Medikament bekommst - ich denke da an ein Medikament aus der Gruppe der Benzodiazepine.

Ein schneller Puls kann (muss nicht) ein Zeichen sein, dass du permanent unter Stress stehst, psychisch. Ich hatte zu Anfang der Erkrankung auch einen sehr hohen Puls, den ich auch körperlich wahrgenommen habe in Form von Herzklopfen/rasen, zittern, allgemeine Nervosität und Unwohlsein.

Die Taubheitsgefühle könnten ein Zeichen der Hyperventilation sein. Es ist ein Teufelskres: falsche Atmung- Taubheitsgefühle- Angst - Hyperventilation - noch mehr Missempfindungen - mehr Angst - die sich zur Panik steigern kann - usw.
Vielleicht könnten dir Entspannungsübungen helfen. Schon mal versucht?
 

wolfgang

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Hallo sebbe,

erstmal herzlich willkommen hier! *huhu*

Deine Geschichte hört sich für mich auch nach Angststörung an.
Aber, wie Steffi schon schrieb, ist es auf jeden Fall notwendig, vorher die körperliche Seite zu untersuchen.

Alles Gute für Dich, und natürlich interessiert es uns, wie es bei Dir weitergeht.

wolfgang
 

wolfgang

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Hallo sebbe,

noch eine Anregung:
Du schreibst nicht, inwieweit Du Dich mit dem Thema Angststörung bislang befasst hast, aber es gibt haufenweise gute Bücher zu dem Thema, die einem dieses Problem sehr ausführlich erklären. Das hat mir damals sehr geholfen, da ich dadurch die Zusammenhänge (Ursache/Wirkung etc.) verstanden habe. Das "heilt" einen natürlich nicht sofort, aber man bekommt viele gute Ratschläge, wie man sich zukünftig in "heiklen" Angstsituationen verhalten kann.

Lg, wolfgang
 

Kleine Fee

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Hallo Sebbe,

willkommen hier im Forum.

Ist das bei dir das erste mal das du mit sowas wie (unbegründete) Angst in Kontakt kommst? Gibt es vielleicht Leute aus deiner Familie die auch darunter leiden?

Es ist wichtig erstmal alles körperliche auszuschließen um so gezielter behandeln zu können. Das wurde bei mir auch gemacht als alles anfing mit Anang 20, wie bei dir. Bei mir ist alles eine Mischung aus körperlichen Fehlfunktionen und Panikattacken die daraus resultieren. Habe die gleiche Symptomatik wie du. Anfangs halfen auch schon Entspannungs- und Atemübungen um runter zu kommen wärend so einer Herzrasenattacke.
 

Sebbe

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Heyhey,
vielen Dank schonmal für die nette Begrüßung! :) Ich werde mal versuchen die bisher aufgekommenen Fragen zu beantworten:

@Steffie: das mit dem permanenten Stress habe ich mir auch schon gedacht. Mein Leben war bis zu der Panik aber eigentlich ganz ruhig und ohne Stress. Die letzten Monate bin ich quasi durch Die ganzen Symptome im Stress, die mich nicht mehr in Ruhe lassen.
Das mit den Taubheitsgefühlen habe ich mir ebenso gedacht. Allerdings ist es so, dass ich seit der einen richtigen Panikatgacke in der Bahn ja weiß wie ich damit umzugehen habe. Sobald ich merke mir geht es schlechter atme ich bewusst langsam und achte drauf nicht zu schnell zu atmen.
So richtige Entspannungsübungen habe ich bisher nicht gemacht. Sollte ich vlt mal versuchen..

@Wolfgang: ich habe bisher nur im Internet und Foren wie diesem drüber gelesen. Die Gespräche mit meinem Hausarzt und dem Kardilogen waren leider wenig aufschlussreich..
Habe gerade mal geguckt, wir haben in der Uni-Bib scheinbar gute Literatur zu dem Thema, werde mich da mal umsehen und mir das ein oder andere Buch ausleihen.

@Kleine_Fee: soweit ich weiß ist es das erste mal. Ich bin sowieso schon leicht hypochondisch (heißt das so?). Aber wie gesagt nur leicht. Habe mir bis zu der ständigen Panik jetzt eigentlich nie so wirklich sorgen machen müssen.
Meine Großmutter leidet unter ca. zwei Jahren unter einer leichten Form der Schizophrenie..
Seit dem ich die Medikamente nehme hafte ich nur zwei mal stärkeres unbegründetes Herzrasen (Vorhofkammerflimmern), beide male ist es dieses mal aber von alleine nach ein paar Stunden wieder gesungen.

Danke schonmal an die Hinweise und Tipps, freue mich auf weitere! :)

Grüße!
 

Kleine Fee

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Hey Sebbe,

du scheinst ja wenig Probleme mit Medikamente zu haben!? Hast du es schon mal in Betracht gezogen ein leichtes Antidepressiva zu nehmen? Ich denke, wenn damit deine Symptome abklingen, kannst du davon ausgehen, das es von der Psyche kommt.
Und du kannst so die Zeit überbrücken bis zu einen Psychologen hast ;)
 

Kleine Fee

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Wartezeiten bis man einen Therapeuten hat, sind völlig normal. Die meisten hier haben bis zu einem Jahr auf ein Termin warten müssen. Bei dir ist es aber wichtig, sollte alles von der Psyche kommen, dass du dir so schnell wie möglich hilfe suchst. Am Anfang kann man noch viel dagegen machen. Hat es sich jedoch erst festgesetzt wirds immer schwieriger..

Du schreibst, du studierst an einer Uni. Viele Universitäten bieten für Studententen psychische Hilfen in Form von Seelsorgern o.ä. an. Hier bei uns an der Uni gibt es sowas auch. Einmal die Woche haben die eine offene Sprechstunde, wo jeder hinkommen kann, wer mag - auch ganz anonym. Ansonsten gibt es viele Treffen die von denen organisiert werden. Manchen hilft es auch schon mal mit Gleichgesinnten darüber zu reden. Erkundige dich doch mal dahingehend ;)
 

Lutz

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Huhu Sebbe*huhu*,

bin mal gespannt, was morgen beim Kardiologen rauskommt.

Medikamente gegen Bluthochdruck und zu hohen Ruhepuls können auch eine leicht angstreduzierende Wirkung haben, weil der Kreislauf eben nicht immer auf Hochtouren dreht und man so etwas ruhiger wird.

Meist reicht es aber nicht aus.

Wünsche dir alles Gute und denke du bist auf einem guten Weg.
 

Sebbe

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Tja, ich glaube erstmal muss ich mich entschuldigen: trotz meines Versprechens euch auf dem neusten Stand zu halten, melde ich mich jetzt erst wieder.

Dafür bringe ich gute Neuigkeiten mit: die Medikamente habe ich beide nach Absprache mit dem Arzt im Krankenhaus direkt nach einem Monat wieder abgesetzt. Seit dem habe ich eigentlich kaum Beschwerden. Schneller Herzschlag ab und an, aber da hab ich mich inzwischen fast dran gewöhnt. Richtig schlimm wird es nur noch selten.

Nächste Woche gehe ich nochmal zum Hausarzt und soll dort ein Kontroll-Langzeit-EKG machen lassen. Wird man natürlich wieder nichts feststellen bis auf einen relativ schnellen Puls.

Außerdem habe ich morgen meinen ersten Termin bei einer Psychotherapeutin. Bin total gespannt was dabei raus kommt, da ich mir immer noch nicht so richtig vorstellen kann, dass ich was mit der Psyche habe. Werde dann anschließend Bericht erstatten.

Probleme habe ich derzeit noch bei dem Sport: wenn ich versuche was zu machen schießt der Puls direkt auf 150+ hoch. War bei zwei Belastungs-EKGs genau so, mussten beide relativ schnell abgebrochen werden. Wenn ich Treppen laufe oder mich sonst mal schnell bewege merke ich den Puls auch direkt. Aber das wird auch in den Griff zu bekommen sein. Irgendwie..

Grüße
 

Sebbe

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Muss sagen, von meiner ersten Therapiestunde bin ich positiv überrascht.
Nette Therapeutin, gutes Gespräch, die scheint schon zu wissen was sie da macht. Ob das ganze dann was bringt und helfen kann wird sich dann später herrausstellen. Bin auf jeden Fall erstmal froh, dass die ganze Sache angegangen wird.
Hat mir auch direkt diverse Formulare und Fragebögen zu Angststörungen mitgegeben, damit habe ich nu erstmal ordentlich zu tun :p
 

Sebbe

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Komme gerade von der zweiten Sitzung. Bin inwischen wieder skeptisch was die Therapie angeht. Wie genau soll mir das helfen?
Haben wieder über mein Leben, Kindheit, Eltern, Studium etc. gesprochen. Sie versucht immer Dinge zu finden die mir Angst machen und meint, wir wollen diese 'Extremsituationen' im Verlaufe der Therapie herbeiführen und ich soll mich der Angst stellen.
Aber so wirklich Angst habe ich ja vor gar nichts.. jedenfalls nicht vor speziellen Situationen. Es ist mehr das Herz was mir zu schaffen macht. Aber keine Ahnung wie man da so eine Situation herbeiführen soll??

Bin auf jeden Fall gespannt wies weiter geht. Hatte die letzten Wochen über, trotz Stress in der Uni, auch keine körperlichen Beschwerden (außer Uhruhe und Puls, wie immer).
 
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