Wer macht hier noch eine Psychotherapie?

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elana

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Hallo liebe Foris

Ich würde mich gerne über Psychotherapie austauschen, welche Therapieforum, wie es in der Therapie läuft, ob es etwas bringt oder der/die Thera nervt etc.

Ich mache eine kognitive Verhaltenstherapie, wobei mein Therapeut aber auch tiefenpsychologisch arbeitet, wir also auch durchaus in die Tiefe gehen. Er ist spezialisiert auf Schmerzpatienten, sodass ich bei ihm goldrichtig bin, denn ich habe eine schwere Fibromyalgie und eine Anhaltende somatoforme Schmerzstörung.

Ich sehe meinen Therapeuten nur 1-mal im Monat für etwa anderthalb Stunden, kann ihm aber E-Mails schreiben, was ich auch regelmäßig tue. Mein Hausarzt ist mitinvoliert in die Psychotherapie, weil ich vorher den Therapeuten wechselte und einfach einen festen Anker brauche, das bietet mir mein Hausarzt, der mich auch sehr unterstützt in der Psychotherapie und mit dem ich auch in E-Mail-Kontakt stehe. Er genießt ebenso mein Vertrauen. Auch ihn sehe ich nur 1-mal im Monat (für 40 Min.), sodass ich im Monat zusammengerechnet also zwei Termine habe, wo es um meine Psychotherapie geht.

Da ich mir gern meine Sicherheitsnetze spanne, ist diese therapeutische Teamarbeit genau das Richtige für mich. In ein paar Tagen habe ich den nächsten Termin beim Therapeuten, aber gerade gestern schrieb er mir noch eine E-Mail als Antwort. Wir bleiben also irgendwie laufend in Kontakt, auch wenn ich ihn wie schon ausgeführt nur 1-mal im Monat sehe, was nicht anders möglich ist, denn es ist eine ambulante Psychotherapie in einer Psychosomatik-Klinik. Er ist leitender Arzt in dieser Klinik und außerdem noch Uni-Professor und eben als Spezialist für Schmerzkrankheiten sehr begehrt und oft auf Vortragsreisen in Europa und den USA.
 
G

Gast

Guest
Meine erste Verhaltenstherapie habe ich 2007 abgeschlossen.

Meine zweite habe ich im November 2011 begonnen, leider ist meine Therapeutin dann im Juni 2012 verstorben und ich stand erstmal alleine da.
Im Oktober 2012 wollte ich dann eigentlich in eine Tagesklinik, das scheiterte aber an der Kinderbetreuung.
Man gut, denn es öffnete sich plötzlich die Tür zu meiner jetzigen Therapeutin dann.
War von Oktober bis Dezember 3 x zum kennenlernen bei ihr und seit Februar bin ich fest bei ihr mit wöchentlichen Terminen.
Sie macht Tiefenpsychologie, arbeitet aber auch Verhaltenstherapeutisch.
Ich hatte außerdem das Glück das meine Krankenkasse mir die neue Therapie komplett bewilligt hat.
 

bambus

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von 1987 bis 2008 habe ich eine VT und drei über Jahre dauernde tiefenpsychologische Gesprächstherapien gemacht

ich möchte nicht sagen, dass das alles für die Katz war ... nur war es mir nie möglich, an den Kern meiner Ängste vorzudringen

seit Frühling letzten Jahres mache ich eine systemische Therapie und es ist unglaublich, was sich seitdem in mir tut *ja*

ich sehe die Therapeutin alle 2-3 Wochen und habe auch die Möglichkeit ihr eine mail zu schreiben, was ich aber nur einmal gemacht habe ... ich wollte ihr einen Gedanken schicken, bevor er wieder verschwindet ... und sie sollte mich erinnern ;)
 

dahri

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Hallo alle zusammen,
auch ich bin immer noch in Therapie.
Ich habe 1997 bei einem Klinikaufenthalt mit VT angefangen und war danach, also nach der ersten VT in einer psychoanalytischen Gruppentherapie.
Die Gruppentherapie hat mir persönlich ncihts gebracht, denn man kann sich selber in der Gruppe untergehen lassen. Man kann zwar viel reden und Vorschläge machen, aber doch sich selber immer gar net nach vorne bringen so dass ich in der psychoanalytischen Therapie die immerhin 4 Jahre ging, gar ncihts von mir und meinen Themen bearbeitet habe.
Nun, darüber bin ich nicht sauer. Denn alles hat seine Zeit. Und die Zeit an die Themen die wichtig sind ranzugehen, war eben damals für mich noch nicht reif.
So sehe ich es. Deshalb war es keine verlorene Zeit, sondern ein Schritt in meinem Leben.
Heute ist es die Zeit und ich bin wieder in einer VT. Habe auch im letzten Herbst nochmals weiter 25 Stunden genehmigt bekommen.
Ich sehe die Thera in Abständen zwischen 4 und 6 Wochen. Das habe ich von meiner Seite aus selber so gewählt, da ich für mich diesen Abstand brauche um für mich selber ein Thema an dem ich gerade arbeite gut wahrzunehmen und bearbeiten zu können.
Weiteren Kontakt zu meiner Thera möchte ich nicht haben, ich möchte es auf diese 4 - 6 Wochen Abstand belassen, denn diese Zeit benötige ich auch um zu wachsen. alles andere wäre mir wahrscheinlich zu nahe.
Ich muss lernen in Krisensitutationen auch alleine klar zukommen.
Das gibt mir Stärke, Kraft und ein Selbstbewusstsein dafür, dass ich weis, ich kann es schaffen. Ich kann es alleine schaffen aus der Krise herauszukommen.
Und das war für mich wichtig oder ist in meinem Leben wichtig.
Denn letztendlich hat mir in meinem Leben noch nie irgend jemand irgend etwas zu getraut. Weder Eltern, Lehrer oder Verwandte.
Grüße
Dahri
PS.UUuuuppppss
 
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Jannimaus 62

Nachteule
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Ich kämpfe seit April 2011 um einen Therapieplatz, rstmal finde ich keinen Therapeuten alle belegt und ich müsste nach Neumünster oder gar Hamburg, für mich nicht machbar, müsste rund 1 1/2 Stunden fahren für 45 min. Therapiestunde*motz**motz*. Ich habe auch mit meiner Kasse Stress, mir steht ja erst ab dieses Jahr April eine Kostenübernahme zu.*motz**motz*

muss erstmal einen Therapeuten finden der bereit ist mich überhaupt auf die Warteliste zu setzen,*ka*
 

plusterbine

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ich hab auch fast drei jahre verhaltensthera gehabt.. zur zeit wo es wichtig wäre..ist meine therapeutin leider selber krank und kann nicht arbeiten.. denke ma auch deshalb habe ich es gerade so schlimm mit meiner angst,depression und der ptbs *denk*1_**14 naja der nächste frühling kommt ganz sicher
 

Ilsa.Lund

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Hallo,

ich habe 2001/02 eine Therapie gemacht und war anschließend 11 Jahre angstfrei - also natürlich nur, was die übersteigerten, bei mir vor allem hypochondrischen Ängste angeht. Hatte aber auch viele Veränderungen, die mir gut taten, in mein Leben eingebracht.

Jetzt bin ich in alte Muster zurückgefallen und wieder in der Angstspirale drin. Nun bin ich seit dem Herbst wieder bei meinem alten Therapeuten, was mir sehr hilft. Allerdings nehme ich diesmal zur Unterstützung Opipramol, da ich inzwischen eine Familie habe und nicht wollte, dass meine Kinder meine Angstattacken so miterleben.

Liebe Grüße
Ilsa
 

Moni

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Meine erste Verhaltenstherapie hatte ich 2009
danach gings mir auch einigermassen....
allerdings liessen neue Panikattacken nicht lange auf sich warten
und im Dezember 2012 ging es wieder richtig Bergab,
sodass ich bei meinem Therapeuten nachgefragt habe, hatte Glück
und konnte im Februar erneut mit einer Verhaltenstherapie beginnen
zusätzlich habe ich mich wieder für Medikamente entschieden
 

einröb

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Hallo
Ich finde diesen Thread total interessant.
Ich möchte die kürzlich betroffenen wertschätzen. Aber es ist auch sehr schön mal von länger Betroffenen zu erfahren wie es bei ihnen ist. Danke. Eine ganz große Chance wie ich finde. Auch für neu Betroffene mal zu lesen wie es bei anderen über Jahre ging. Berichte von neu Betroffenen gibt es mannigfach im Netz. Aber solche wie hier sind ganz selten.
Deshalb spüre ich gerade zu vor Lust mich hier nach langer Zeit ein zu bringen. Irgendwie hat da der Foren wechsel unbewusst einen Impuls gegeben

Ich habe 2002 Tiefenpsychologische Thera gemacht. Das kam mir vor wie vollkommen am Thema vorbei. Ich hatte auch keine Ahnung von der gesamten Thematik und die Thera erklärte auch nichts.

Dann habe ich über 2 Jahre Hypnotherapie gemacht. Selbst bezahlt. 5000 Euro.
Das war schon sehr gut. Vielleicht wäre ich sonst nicht mehr in meinen Job zurück gekommen. Primär gab mir die Therapie Zuversicht sträkte meinen Stolz auf mich. Das war sehr wichtig. Ängste direkt wurden nicht bearbeitet. Schwanden einfach so ein wenig. Wären wohl weggegangen, wenn ich nicht mehr hätte arbeiten müssen. Wollte dann Systematischer Arbeiten

Begann 6 Monate später eine Verhaltenstherapie. Habe das aber nicht so streng Konto mäßig gemacht, da meine Ängste einfach zu verwoben sind. Habe das 2 Jahre lang gemacht

Nach einer Pause habe ich dann systemische Thera gemacht. Auch sehr interessant.
Das wechselte dann sehr schnell in eine Mischung aus VT, Hy.T, Tiefens & Coaching über, einfach weil ich eben schon lange Thera mache.

Das mache ich bis heute, ca. alle 4-6 Wochen

Meine sozialen Ängste waren von 2002 bis 20011 fast konstant.
Agoraphobie ging auf Null z.Z.
Spezifische Ängste gingen auf null z.B
Empfindlichkeit gegenüber psychosozialem Stress ist seit 2002 unverändert hoch
Psychosomatik flammt nach psy. soz. Stress nach wie vor auf. (Rücken und Durchschlafprobleme
„Mußallergie“ ca. 50 % verbessert

Ich kann nicht sagen, dass es den einen Thera Baustein gab, den einen Aha Effekt. Lediglich kleine Anstöße oder eben Bilder die ich als Anker nehme.

Mich würde am sehr interessieren ob jemand seine Kindheit „hochgeholt“ hat und bei dem dann Ängste ab da erheblich geringer geworden sind. ich konnte das bisher noch nie so lesen.

HG
einröb
 

Pünktchen

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Ich bin seit 2,5 Jahren in Therapie.
Habe erst 2 Jahre und 3 Monate tiefenpsychologische gemacht, und nun seit Januar Verhaltens-/Traumatherapie.
Zudem war ich in stationärer Reha letztes Jahr, bis Ende Januar diesen Jahres in tagesklinischer Behandlung und im Laufe der nächsten Monate geh ich auch nochmal für 10 Wochen stationär um meine Magersucht in den Griff zu bekommen..
 

Ilsa.Lund

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Hallo einröb,

ich habe damals - und auch jetzt wieder - eine tiefenpsychologische Psychotherapie gemacht, in der Themen aus der Kindheit aufgearbeitet worden sind. Damals habe ich es dann mit Hilfe der Therapie geschafft, mich abzulösen und es ging mir elf Jahre gut.
Ich muss dazu sagen, dass ich eine behütete Kindheit hatte, also nicht traumatisch oder so. Das stand mir aber beim Erwachsenwerden sehr im Weg.
Mein Thema - auch jetzt wieder ist Autonomie bzw. Abhängigkeit. Da ich mich nun wieder in andere Abhängigkeiten begeben habe, die ich nur schwer lösen kann, habe ich auch wieder die alten Ängste. Und das nach elf Jahren ohne... Aber daher habe ich bereits eine Ahnung, welchen Weg ich gehen muss und schaffe es auch Schritt für Schritt.
Liebe Grüße
Ilsa
 

wolkentänzerin

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über den Wolken
Hallo ihr Lieben,

meine "Therapie-Karriere" in Stichworten:

- Mit ca. 17-20 Jahren: Verhaltenstherapie (stabilisierende Gespräche, aber leider sehr oberflächlich, habe nur kurzzeitig davon profitiert)

- Mit 20-23: Mehrere Aufenthalte in einer Psychosomatischen Tagesklinik in Stuttgart (RBK), endlich die richtige Diagnose: Borderline Persönlichkeitsstörung mit breitem Angstsprektum.
Erstmals fühlte ich mich wirklich verstanden und lernte mich selbst besser kennen

- Mit 23-28: Psychoanalyse. Seit 13 Monaten vorbei. Ich habe sehr, sehr viel von der Therapie profitiert, dank einem sehr guten Therapeuten: Mich selbst intensiv kennen und verstehen gelernt, Vertrauen gelernt, gelernt, mich selbst anzunehmen, meine Abwehrmechanismen, Glaubensmuster, innere Konflikte analysieren gelernt, neuen und konstruktiven Umgang mit schädlichen Verhaltensweisen usw.

In puncto Borderline-Störung habe ich kaum noch Probleme im Alltag; führe seit bald 5 Jahren eine stabile Beziehung, habe ein festes Berufsleben und stabile Freundschaften. Auch habe ich verstehen gelernt, woher meine Ängste kommen, wann sie auftreten, den traumatischen Hintergrund usw.

Leider hat es mir in puncto phobische Ängste nicht geholfen, aber es ist auch nicht die Therapieform der Wahl bei Ängsten.
Ich nehme noch in sehr unregelmässigen Zeitabständen bedarfsweise Gespräche bei meinem ehem. Therapeuten wahr. Leider geht er bald in Rente.. *an dieser Stelle fehlt ein traurig-Emoticon* :(

- Aktuell: Auf der Suche nach einer Verhaltenstherapie mit Exposition. Durch die Psychoanalyse habe ich sehr gute Grundlagen geschaffen für einen neuen Versuch, diesmal mit Exposition. Leider gestaltet sich die Suche als sehr schwierig, da ich berufstätig bin und die meisten Therapeuten keine Termine abends mehr frei haben. Außerdem bin ich nicht im Hausarztvertrag und nicht jeder Verhaltenstherapeut macht Exposition. Aber ich bleibe dran!
 

volker

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ich möchte einfach ergänzend zu euren beiträgen noch etwas hinzufügen so wie ich es sehe..... in einer reha etc. wird einiges getan um dir die angst verständlich zu machen und es ist immer 100% eine gute sache, und jetzt kommt mein ABER... was ist danach, ich sehe den reha aufenthalt so, du bekommst viele werkzeuge gereicht um etwas zu ändern, aber diese werkzeuge mußt du mit nach hause nehmen, beispiel... dein rücken tut weh, du gehst 6x in die rückenschule und lernst was du in zukunft täglich zu hause machen musst... so ist es auch mit dem reha aufenthalt, du musst es zu hause auch tun..... und wenn du die möglichkeit hast, suche dir eine selbsthilfegruppe, hier hast du die möglichkeit dinge aus der reha gemeinsam mit anderen durchzuführen.... alles gute, gruß volker
 

Pebbles

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Derzeit mache ich eine VT.
Seit gut 2 Jahren.
Davor stationärer Aufenthalt.

Davor tiefenpsychologisch fundierte, die mir leider mehr schadete als nutzte, davor Verhaltenstherapie, mit 15 auch, die war aber für die Füße.

Mit etwa 11 war ich in Therapie, keine Ahnung welche, wir machten Phantasiereisen und es ging mir bis zum 15. Lebensjahr ganz gut.

Gebraucht hätte ich die Therapie schon bei den Anfängen der Attacken, aber damals war das noch nicht ganz so gängig und meine Mutter sträubte sich mit Händen und Füßen dagegen.
Aber wie vorhin schon erwähnt wurde: Alles zu seiner Zeit, das hab ich mittlerweile auch eingesehen.

Ich denke es ist gelaufen wie es gelaufen ist und gerade in dem Moment, in dem ich ganz unten war inklusive besch.... Erfahrungen mit Theras fand ich meine jetzige. Sie kam genau zum richtigen Zeitpunkt und ich selber war auch an dem Punkt gescheit daran arbeiten zu können/wollen.
 

elana

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Nach einer Pause habe ich dann systemische Thera gemacht. Auch sehr interessant.
Das wechselte dann sehr schnell in eine Mischung aus VT, Hy.T, Tiefens & Coaching über, einfach weil ich eben schon lange Thera mache.

Das mache ich bis heute, ca. alle 4-6 Wochen

Mein Thera hat eine Ausbildung in systemischer Therapie, seine Ausbildungstherapie war aber wiederum tiefenpsychologisch. Er nahm auch an Seminaren für psychoanalytische Therapie teil. Er schöpft also auch aus dem Vollen, ist auch noch Psychosomatik-Facharzt. Bei mir ist der Abstand auch 4 Wochen. Hab gelesen, dass dies bei der systemischen Therapie sogar üblich ist, damit in den Abständen der Patient das Besprochene umsetzen und verdauen kann. Hat sich bei mir tatsächlich so ausgewirkt.


Mich würde am sehr interessieren ob jemand seine Kindheit „hochgeholt“ hat und bei dem dann Ängste ab da erheblich geringer geworden sind. ich konnte das bisher noch nie so lesen.

Ja, bei mir wurde eine gründliche Familienanamnese gemacht, ich weiß genau, inwiefern da die Weichen bei mir gestellt wurden. Allerdings eher verstandesorientiert und nicht durch Wiederbelebung der Kindheit, wär evtl. auch zu riskant. Ich kann mich zwar gut zurückerinnern, aber meine Gefühle zu den damaligen Ereignissen sind immer noch ziemlich blockiert. Ich kann mich schon an die Gefühle und Angst damals konkret erinnern, aber es ist jetzt nicht so, dass ich dabei eine Regression erlebe. Ich betrachte es aus meiner Erwachsenensicht.
 
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bambus

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"Mich würde am sehr interessieren ob jemand seine Kindheit „hochgeholt“ hat und bei dem dann Ängste ab da erheblich geringer geworden sind. ich konnte das bisher noch nie so lesen"

hallo einröb *huhu*

in all den tiefenpsychologischen Therapien "durfte" ich ausgiebig in der Kindheit bzw. Vergangenheit rumwühlen ... meine Ängste gingen davon nicht weg ... teilweise wurden sie sogar schlimmer

irgendwann begann ich zu verstehen, dass das mich nicht weiterbringt ... denn die Vergangenheit ist nicht veränderbar

und zu verstehen, warum ich heute so bin wie ich bin ... hilft mir auch noch nicht, damit umzugehen und neue Wege zu finden

interessant, dass du auch Systemische machst *jaja*

mein aktueller Schwerpunkt in der systemischen besteht darin zu fühlen, dass ich nicht automatisch so reagieren oder handeln muss, wie ich es immer tat

heute habe ich eine Wahl

Bambus
 

Jannimaus 62

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"Mich würde am sehr interessieren ob jemand seine Kindheit „hochgeholt“ hat und bei dem dann Ängste ab da erheblich geringer geworden sind. ich konnte das bisher noch nie so lesen."


Ja ich. Es sind Ereignisse zu Tage gekommen über die ich nicht öffentlich schreiben möchte1_. Ich weiß aber jetzt warum ich in einigen Dingen bin wie ich bin und kann es wesentlich besser einordnen*jaja*. Es geht mir Angsttechnisch wesentlich besser als vorher*jo*.
 

bambus

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janni ... Danke **9

das was du geschrieben hast ... stimmt ... und Danke, dass du mich damit erinnert hast

diese allumfassende Angst ist weggegangen ... als ich mir in Begleitung der Therapeuten die Vergangenheit angeguckt habe

was heute noch da ist ... die Angst vor dem letzten Schritt in eine selbstbestimmte und selbstgewählte Freiheit

krass grad ... was bei mir ankommt

nochmal Danke Janni **9
 

Pebbles

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Kindheit.... also so wirklich aufgearbeitet wurde nichts.
Das Geschwätz über meine Kindheit dient mehr dem Verständnis mir selber gegenüber. Meine Mutter ist psychisch krank, auf die nicht gerade witzige bis hin zu gefährlicher Art und Weise.
Ich bin mir nicht sicher, ob man das jemals wirklich bearbeiten kann, ich kann nur versuchen die vielen Fehlinformationen zu bearbeiten. Dafür brauch ich meine Thera und meinen Mann.
Gestern rutschte ich da wieder rein, das geht ganz fix.
ich sagte ihr, dass ich im Mai ne Untersuchung habe, weil sie schauen wollen, ob ich einen Hirntumor habe.
Ich sagte ihr das. Ihre Reaktion: "ich musste ja auch schon mal zu nem Neuro gehen wegen dem Nacken und bla!" Also das Übliche, nur ihre Gesundheit zählt, alle anderen können ruhig sterben.
Klingt hart, gell? Ist aber so. Ich bin es gewohnt, das persönlich zu nehmen, auch wenn ich jetzt weiß, dass es Ausdruck ihrer eigenen Erkrankung ist. Aber ganz schnell rassel ich wieder in den Modus: "Nicht mal meine Mutter will dass ich lebe, wer sollte es dann wollen?" Das war schon hart, immer wieder, wenn ich zurückfalle.
Als Kind war es ganz schlimm, mit ca. 11 fing ich an mich zu schneiden, mit ca. 5 kniete ich vor dem SChlafzimmerspiegel und betete und flehte Gott an, er möge mich bitte sterben lassen. Rückblickend muss ich echt schon sagen: Harte Nummer, was ist alles vorgefallen, dass ein 5jähriges Mädchen sterben will? Mit voller ÜBerzeugung? Manchmal will ich es nicht wissen.

Wie auch immer, diese ganze Bearbeitung ist sinnvoll, wenn eine Grundstabilität vorhanden ist. Leider wurde mir das auch später erst vermittelt und nun weiß ich, dass die tiefenpsychologisch fundierte Thera mit ein Grund für meinen Zusammenbruch war. Ich war nicht so weit, ich hatte viel um die Ohren und war instabil so wie man es nur sein kann.
Es war mit meine Schuld, dieses ewig: Da muss ich jetzt durch.. Nun ja...
 

Jannimaus 62

Nachteule
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Ja Pebbles, es ist eine harte Nummer. Ich weiß wie sich das anfühlt. Ich war 6 Jahre alt, als ich anfing dafür zu "beten"*wand*.

Ich habe mir damals vorgestellt,das meine Mutter und mein Stiefvater dann endlich mal traurig sind das ich nicht mehr bin*peinlich*, (kindliche logik), bis ich eines Nachts geträumt habe das Sie froh sind das ich "weg" war. Ich bin von diesem Traum aufgewacht und habe trotzig gedacht"Den Gefallen tue ich euch nicht".

Zurückblickend wäre mir auf der einen Seite viel erspart geblieben, auf der anderen Seite hätte ich meinen Mann, meine Kinder und meine Enkelkinder nicht. "Meine" Familie ist das beste in meinem Leben, ich bin froh das meine Gebete nicht erfüllt wurden.*herzen*
 
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