Valdoxan statt Sertralin?!

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Mei

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Grüße euch!

Entschuldigt, ich hole kurz aus ;-)

Ich habe mit einer Angststörung und vielen vielen Grübeleien zu tun, was mir mal mehr und mal weniger den Alltag vermiest – in den letzten Monaten leider mehr. Bereits vor 4 Jahren hatte ich große Probleme, habe diese aber dann mit Sertralin und einer tiefenpsychologischen Therapie einigermaßen in den Griff bekommen. Sertralin habe ich dann ca. 1 Jahr genommen.

Nun ging es aber alles wieder los, gepaart mit Magen-Darm-Problemen (höchstwahrscheinlich psychosomatischer Art, auch das ist nichts Neues) und ich habe mich nach langem Hin und Her und vielen Tränen eben wieder beim Neurologen bzw. Psychologen (dieses Mal Verhaltenstherapie) gemeldet.

Soweit so gut – der Neurologe hat mir nun wieder Sertralin verschrieben. Letztes Mal habe ich das problemlos vertragen, dieses Mal (Einnahme seit etwas mehr als einer Woche) habe ich mit Nebenwirkungen zu kämpfen (Durchfall/Übelkeit, eindeutig der Tabletteneinnahme zuzuordnen). Ich habe mich deswegen bei meinem Arzt erkundigt, der mir sagte, ich solle es wieder absetzen. Gleichzeitig habe ich viele Erfahrungsberichte gelesen, in denen es hieß, dass die Nebenwirkungen durchaus zwei-drei Wochen anhalten können. Und ich spüre den positiven Effekt von Sertralin, es fällt mir leichter, mich von meinen Grübeleien abzuhalten und ich fühle mich deutlich ruhiger.

Nun hat mein Arzt mir als Alternative bzw. Ersatz Valdoxan verschrieben mit dem Hinweis, dass es Magen und Darm kaum belastet; mir aber auch gesagt, dass dies zwar beruhigt, eigentlich aber eher bei Depressionen mit Schlafstörungen eingesetzt wird und müde macht und die Leber belasten kann. Schlafprobleme habe ich aber keine und diese Leber-Sache hörte sich nicht so prickelnd an.

Nun bin ich gerade ziemlich verunsichert und weiß nicht, ob ich es doch nochmal weiter mit Sertralin versuchen soll oder ob ich stattdessen Valdoxan nehmen soll bzw. ob das bei meinen Problemen überhaupt das richtige ist? Auch was ich hier bislang gelesen habe, wirken die beiden Medikamente ja schon unterschiedlich... Kann mir jemand einen Rat geben?

Danke und liebe Grüße
Mei
 

Harriet

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Erstmal ein Herzliches Willkommen *hallo*

Ich würde dir gerne weiterhelfen, kenne mich aber mit den beiden Medikamenten gar nicht aus.
 

silberauge

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Hallo Mei,

also wenn dir das Sertralin so gut hilft, dann würde ich es noch ein wenig weiter damit versuchen. Eine Woche ist ja noch nicht lang, was Nebenwirkungen angeht. Vielleicht hilft es die Dosis etwas zu reduzieren und langsamer einzuschleichen, oder, bzw. Medikamente gegen die Magen/Darmprobleme zu nehmen?
Wenn Valdoxan für deine Diagnose eher nicht passt, warum hat der Doc dir das verordnet?
Da würde ich einfach noch mal Rücksprache halten. Man könnte ja z.B. auch Sertralin bei Unverträglichkeit gegen einen anderen SSRI austauschen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Lutz

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Herzlich Willkommen.

Leider ist es eben so, dass man die Wirksamkeit eines Medikamentes nur versuchen kann.

Und selten, dass man auf Anhieb das für einen selbst geeignete Medi findet.

Ich hatte Glück und im 2. Anlauf das Richtige erwischt.

Hörte aber von Leidensgenossen, bei denen nichts hilft und die immer noch suchen.

Auf jeden Fall gibt es viele Möglichkeiten.

Also probieren und nicht den Mut verlieren.
 

Mei

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Danke für eure Antworten!

Der Arzt meinte, wenn Sertralin grade Nebenwirkungen verursacht, würde er mir jetzt auch nichts anderes aus der selben Gruppe geben. Und dann gäbe es gar nicht so viele Alternativen und ich könne ja mal Valdoxan probieren, auch wenn es nicht richtig passt. *ka*
 

silberauge

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Na ja, ob man das so sagen kann.... also man kann durchaus bei dem einen Nebenwirkungen haben und bei dem anderen nicht, auch wenn es aus der gleichen Stoffgruppe kommt. Die wirken trotzdem alle ein bisschen anders und es kommt manchmal auch auf die Hilfsstoffe in der Tablette an. Da hilft wirklich nur ausprobieren. Genauso wie das Valdoxan, kannst du auch nur versuchen, vielleicht hat der Doc ja gute Erfahrungen damit gemacht bei Patienten. Ich würde da ja eher was versuchen, was auch für Angststörungen zugelassen ist und da gibt es ja doch noch einiges neben Valdoxan. Aber in deinem Falle würde ich einfach versuchen noch ein bisschen durchzuhalten mit dem Sertralin, vielleicht legen sich ja die Nebenwirkungen noch.
 

silberauge

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Das Valdoxan hört sich ja echt nicht gut an, diese Lebergeschichte. Das würde ich mir ja nicht antun, wenn es nicht UNBEDINGT nötig wäre. Zumal man solche Medikamente ja auch meist für einen längeren Zeitraum einnimmt.
 

Lutz

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Jeder Arzt hat wohl entsprechend seiner Erfahrungen seine "Renner" bei den Psychopharmaka.
Ich hatte auch viel mit Grübeleien, speziell schlafaufreibend in der Nacht, die sich immer wieder im Kreise drehten, zu tun.

Rede mal mit Deinem Doc über Opipramol. Da weiß zwar keiner so genau, wie es hilft, aber immerhin wird es weltweit zu 80 % zur Behandlung eingesetzt.

Auch hier im Forum haben viele Betroffene gute Erfahrungen damit gemacht. So auch ich.

Die Wirkung ist eher sanft, angstreduzierend und Grübeleien gehen weg.

Und Nebenwirkungen sind kaum bis gar nicht vorhanden.

Ich hatte mir mal in der Türkei Insidon gekauft (gleicher Wirkstoff), weil der Urlaub schon sehr durch Angst versaut wurde.

Es ging mir schnell besser und dann zu Hause mit meinem Arzt gesprochen und getestet und seitdem angstfrei und Vermeidungsverhalten abgelegt.
 

Mei

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Danke für deine Antworten, silberauge. Ja, ich werde es auf jeden Fall mal noch ein oder zwei Wochen mit Sertralin versuchen und mal sehen, ob es besser wird!

Danke für den Tipp, Lutz, ich werde mich mal bei meinem Arzt danach erkundigen!
 
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