Posttraumatische Belastungsstörung

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Kathleen

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Eine Posttraumatische Belastungsstörung (Abk.: PTBS; engl.: Posttraumatic Stress Disorder, Abk.: PTSD) ist eine psychische Erkrankung (ICD-10: F43.1).

Einer PTBS gehen definitionsgemäß ein oder mehrere belastende Ereignisse von außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophalem Ausmaß (Trauma) voran.
Dabei muss die Bedrohung nicht unbedingt die eigene Person betreffen, sondern sie kann auch bei anderen erlebt werden (z. B. wenn man Zeuge eines schweren Unfalls oder einer Gewalttat wird).

Die PTBS tritt in der Regel innerhalb von einem halben Jahr nach dem traumatischen Ereignis auf und geht mit unterschiedlichen psychischen und psychosomatischen Symptomen einher. Häufig kommt es zum Gefühl von Hilflosigkeit, sowie durch das traumatische Erleben zu einer Erschütterung des Selbst- und Weltverständnisses.

Häufigkeit
50 bis 90  Prozent der Erwachsenen und Kinder in den USA haben in ihrem Leben ein Trauma, welches aber nicht unbedingt zu einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) führen muss.

Die Lebenszeitprävalenz einer PTBS liegt bei etwa 8 Prozent[, kann aber bei exponierten Personen wie Rettungskräften, Ärzten, Polizisten oder Soldaten auf über 50 Prozent ansteigen.

Missbrauch führte laut einer deutschen Stichprobe in 30 Prozent der Fälle zur Entwicklung einer PTBS, Vergewaltigung bei jedem zweiten davon Betroffenen. Laut einer Studie der Universität Kalifornien aus dem Jahr 2011 treten bei Frauen, die von PTBS betroffen sind, häufiger chronische Entzündungen auf, die zu Herzerkrankungen und anderen chronischen, das Leben verkürzenden Krankheiten führen können.


Diagnostische Kriterien für eine PTBS nach DSM-IV 1996


A. Es war eine Konfrontation mit einem traumatischen Ereignis gegeben und zwar:

  • Konfrontation mit tatsächlichem oder drohendem Tod oder ernsthafter Verletzung oder Gefahr für eigene oder fremde körperliche Unversehrtheit (objektiv)
  • und Reaktion: Intensive Furcht, Hilflosigkeit oder Entsetzen (subjektiv)


B. Es kommt zum beharrlichen Wiedererleben des Ereignisses in Form von

  • Wiederkehrenden und eindringlichen belastenden Erinnerungen (Bildern, Gedanken, Wahrnehmungen)
  • und/oderWiederkehrende belastenden Träume
  • und/oder Handeln oder Fühlen, als ob das Ereignis wiederkehrt



C. Anhaltendes Vermeidungsverhalten bzgl. Traumaassoziierter Reize oder Abflachung der allgemeinen Reagibilität. Drei der sieben folgenden Kriterien sind erfüllt:

  • Bewusstes Vermeiden von Gedanken, Gefühlen oder Gesprächen in Bezug auf das Trauma
  • Bewusstes Vermeiden von Aktivitäten, Orten oder Menschen, die Erinnerungen wachrufen
  • Unfähigkeit, sich an einen wichtigen Aspekt des Traumas zu erinnern
  • Deutlich vermindertes Interesse oder verminderte Teilnahme an wichtigen Aktivitäten
  • Gefühl der Losgelöstheit oder Entfremdung von anderen
  • Eingeschränkte Bandbreite des Affektes
  • Gefühl einer eingeschränkten Perspektive

D. Anhaltende Symptome erhöhter Erregung. Zwei der folgenden fünf Kriterien sind erfüllt

  • Schwierigkeiten, ein- oder durchzuschlafen
  • Reizbarkeit oder Wutausbrüche
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Hypervigilanz (extreme Wachsamkeit)
  • Übertriebene Schreckreaktionen

E. Das Störungsbild dauert länger als einen Monat

F. Das Störungsbild verursacht in klinisch bedeutsamer Weise Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen.

Quelle
 

Hobbit

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Hallo, bei mir ist es gerade durch Tests festgestellt worden und meine Therapie
beginnt bald!
Ich habe ein bisschen Angst davor, weil ich nicht genau weiß, was wird passieren,wie
weit darf ich mich und kann ich mich öffnen!
Mal sehen, was auf mich so zukommt, die Thera ist echt super.
Ganz liebe Grüße Hobbit*hallo*
 

Hobbit

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Danke Steffie, am 29.5. geht es los und hoffe sehr, dass ich
es schaffe, mit meiner Erfahrung leben zu können,denn was
geschehen ist, kann man nicht ändern!
Ganz liebe Grüße Hobbit*jo*
 
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