Normal oder Zwang?

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elana

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Hallo liebe Foris

Da ich unter Zwängen leide und diagnostiziert eine zwanghaft akzentuierte Persönlichkeit bin, habe ich mich natürlich schon näher mit der Frage beschäftigt, wann ein zwanghaftes Verhalten noch "normal" ist und wann es zur Zwangserkrankung mutiert.

Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten, da es auch "gute Phasen" gibt bei einem "Zwängler". Außerdem kann der Zwang auch nur einen bestimmten Lebensbereich betreffen und sonst scheint nichts darauf hinzudeuten. Es gibt also ein Zwangsspektrum von leicht zwanghaft bis schwere Zwangsstörung.

Ich gehöre nicht zu den ganz schlimmen Zwangskranken und habe auch keine Störung im pathologischen Sinne, aber die Kombination des zwanghaften Stils in der Persönlichkeit und den Zwängen, dann noch meine Schmerzkrankheit, subsummiert sich zum Krankheitswert und Leidensdruck, der dann doch sehr deutlich mein Leben einschränkt.

Bei mir ist es die Kombi, auch bei den Zwängen selbst, d. h. ich habe fast jede Art von Zwang grenzwertig, aber noch nicht so wirklich gravierend. Das wären vor allem Kontrollzwang, aber auch Zähl- und Waschzwang. Trotzdem gehe ich meinem Zwang nicht stundenlang nach. Der Zwang drückt sich bei mir in einem allgemein zwanghaften Verhalten aus, ich bin nie komplett entspannt, immer irgendwie zwanghaft verkrampft.

Aber wirklich leiden tue ich an den panikartigen, beklemmenden Gefühlen, die damit einhergehen, den Blockaden. Der Zwang selbst ist eher ein Ventil und eigentlich nicht einmal so negativ behaftet, nur kraftraubend, nervig, aber in sich irgendwo ein Ventil, das Entlastung bringt, weil ich meine Gefühle nicht anders ausleben kann als über diesen Zwang. Sonst geht es über den Körper (meine Schmerzkrankheit), was noch weniger gut ist.
 

Pebbles

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Hallo Elana!
Ich hab mich mit der Thematik nicht so sehr befasst, diagnostiziert wurden Zwänge bei mir auch, dann wieder nicht, dann doch wieder *puh*
Vor allem eben Zählzwang. Was jetzt stimmt weiß auch keiner *tanz*
Letztendlich ist es so, dass ich bei hoher Anspannung zähle.
wenn ich ein Buch lese, zähle ich oft die Buchstaben, Wörter oder Zeilen. Bin ich entspannt mach ich das nicht.
Allerdings ist ja zählen so eine Sache, es beruhigt ja auch und wurde mir tatsächlich geraten, wenn die Anspannung hoch ist.

Ein anderes Ding, was auch mit Zahlen zu tun hat, ist, dass ich mich mit "ungeraden" Zahlen wohler fühle*peinlich*
Ebenfalls bei hoher Anspannung. Ich esse z.B. nicht 4 Erdnüsse, sondern 3 oder 5, ich will entweder 1 oder 3 Gute-Nacht-Küsse, niemals 2 oder 4. Klingt total irre, ist es vielleicht auch, ich weiß nicht, warum es so ist*vogel*

Ob das "andere" zu Zwängen zählt weiß ich nicht, Waschzwang? Keine Ahnung, manchmal bin ich ein halber Monk, dann wieder überhaupt nicht, ich ekel mich vor verdammt vielen Dingen.
Mir wurde schon Waschzwang nachgesagt, bzw unterstellt, weil meine Hände im Winter neurodermitisch oder weiß der Geier was werden, dann platzen sie auf und schmerzen und bluten auch.
Der Winter war nicht ganz vorbei beim Vorstellungsgespräch in der KLinik und mir wurde nicht so recht geglaubt, dass ich mir NICHT alle 5 Minuten die Hände wasche.
Obwohl ich es erklärte.
Natürlich wird es durch Nässe schlimmer, dementsprechend war es ein kleiner Händetot in der Kantine damals, in der mir "verboten" wurde, mit Handschuhen zu spülen/waschen. Aber das ist ein anderes Thema.

So, wie auch immer, Du hast es ganz gut umschrieben mit dem "Ventil". Finde ich. Wie gesagt, das Zählen nervt mich zwar manchmal und dann brauch ich ewig, um ein Buch zu lesen, aber seit ich weiß, dass es eben auch helfen kann und in Ordnung ist, nehme ich es so hin und gut ist
 

elana

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Liebe Pebbles

Das ist interessant, was Du da sagst. Es wurde Dir also sogar empfohlen als Ventil, wenn Du sehr angespannt bist.

Wie Du Deinen Zählzwang beschreibst, erinnerst es mich schon auch an meinen Zählzwang.

Eine ungerade Zahl muss es nicht sein bei mir, aber es ist meistens die 3, 4, 5, oder 6. Es muss eine Zahl sein, die irgendwo einen offiziellen Rhythmus hat, 3 ist typisch, sechs ist die Verdoppelung davon, die 4 entspricht dem Musiktakt und 5 ist auch eine Einteilungszahl. Das Ziel ist, ein Evidenzgefühl zu entwickeln.

Aber ich kann Deine Vorliebe zur ungeraden Zahl verstehen, weil ich bei 4 meistens auch noch die 5 brauche beim Zählen. Wenn nicht, muss ich 2 x 4 zählen, dann meistens nochmal 2 x 5, weil irgendwo das Vollständigkeitsgefühl fehlt.

Bei Büchern habe ich dieses Problem nicht, aber z. B. sehr stark beim E-Banking, wo ich ja nichts falsch eingeben darf, also überall, wo ich keinen Fehler machen darf. Bei Texten habe ich das dann, wenn sie ebenfalls fehlerlos sein müssen, d. h. ein Antrag oder z. B. die Steuererklärung, wo alles stimmen muss, kontrolliere und zähle ich mehr als 1-mal durch, sogar noch den fertigen Brief, ob er auch wirklich zugeklebt ist. Manno, ist das alles so anstrengend und Anspannung pur.

Tröstet mich irgendwo, dass ich nicht allein damit stehe. Natürlich wünsche ich Dir das nicht. Du weißt sicher, was ich meine.

Ja, Entspannung ist hilfreich, auch bei mir, aber völlig loslassen kann ich einfach nicht. Es ist so schwer. Nur stimmt, Entspannung ist sehr hilfreich, auch gegen die gesamte Symptomatik, die Schmerzen, die Atembeschwerden, den Kontroll- und Zählzwang. Ruhiges Ein- und Ausatmen. Und ein gewisses Ausleben des Zwangs hilft eben auch, wie Du schon sagst. Es fließt dann wenigstens, ich komme in Fahrt, hab dann irgendwie mit der Zeit den Elan,den ich brauche. Allerdings muss es schon zu einer Entspannung führen, sonst bin ich dann total überdreht und nervös, sodass mich dann alles zwickt im Zwerchfell und ich erst recht Symptome habe, als hätte ich gerade einen 600m-Lauf hingelegt.
 
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Pebbles

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:)) Elana, ich musste eben echt lachen, als ich Deine Zeilen las und Deine Berechnungen, das hätte auch von mir sein können, ohne Spaß.
wenn ich versuche es meinem Mann zu erzählen, dann schaut er mich nur ganz irritiert an*bla*
Liebe Pebbles
Das ist interessant, was Du da sagst. Es wurde Dir also sogar empfohlen als Ventil, wenn Du sehr angespannt bist.
Ja, was meinste, wie überrascht ich war? Das waren so einige Dinge, ich muss IMMER Wasser bei mir haben und das empfand ich als umständlich und "krank". In der Klinik versuchte ich das einzudämmen. Als ich dann meine tägliche Runde drehte (drehen musste), sagte mir die Schwester: "Nur so ein Tipp, nehmen Sie sich was zu trinken mit, der Schluckreflex beruhigt!" *denk*
Dann das mit dem Zählen. Man fühlt sich total daneben und völlig gaga und dann wird Dir gesagt: "Zählen Sie rückwärts" oder was weiß ich, dann mit der Zeit kamen mehr "Skills" bzw sie wurden umformuliert von wegen, Dinge zählen.
Scheint als hätte man sein "Notfallprogramm" intus, das Problem bei mir selber war, dass ich sie als nicht normal empfand. Seit ich weiß, dass es sinnvoll ist klappt es auch besser*tanz*
 
G

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Ich würde mich gene einreihen hier.
Mein Problem ist Kontrollzwang in der Art, wenn ich ALLEINE das Haus verlassen möchte, kann ich es nicht ohne zu kontrollieren, ob manche Elektrogeräte ausgeschaltet sind.

Und auch wenn ich mir sicher bin... bin ich mir nicht sicher und habe Angst ...tja, was für ne Angst... das Haus könnte abbrennen.

Bereits Mutter und Oma hatten diese Art von Kontrollzwang.
Ich kenne das aus frühester Kindheit. Das wurde mir in den letzten Jahren erst bewußt. Reden kann ich mit ihnen nicht mehr, sie leben beide nicht mehr.
Es belastet mich sehr, wurde aber in Therapien immer nur so mal kurz besprochen ohne das es mir wirklich geholfen hätte.
Es gibt Tage, da kann ich nicht raus gehen, weil ich einfach nicht weiß, was ich sehe. Ist alles aus? Kann ich gehen? und dann hat sich der Spaziergang erledigt und ich sitze frustriert in der Ecke...

Ihr habt damit viel Erfahrung wie ich aus den Beiträgen lese.
Ich kann leider nichts dazu beisteuern, als Abhilfe oder so meine ich.
Aber ich wäre sehr dankbar für Eure Hilfe!
 

Schupfnudel

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Ich würde mich gene einreihen hier.
Mein Problem ist Kontrollzwang in der Art, wenn ich ALLEINE das Haus verlassen möchte, kann ich es nicht ohne zu kontrollieren, ob manche Elektrogeräte ausgeschaltet sind.

Und auch wenn ich mir sicher bin... bin ich mir nicht sicher und habe Angst ...tja, was für ne Angst... das Haus könnte abbrennen.

Das kenne ich auch. Ich renne sogar immer noch einmal hoch, um mich zu vergewissern. Und ich wohne unterm Dach - ohne Aufzug *wand*

Versuche mal, alles mit der anderen Hand auszumachen. Da erinnert man sich dann eher an automatische Abläufe.

Ich hab schon überlegt, mit meinem Handy zu fotografieren, dann kann ich bei Angst drauf schauen. Ist aber auch irgendwie ziemlich schräg und habe ich bisher noch nicht gemacht *na*

Schlimmer ist das immer nur in stressigen Zeiten, wenn ich ausgeglichener bin, geht´s eigentlich oder ist sogar ganz weg.
 
G

Gast

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Schlimmer ist das immer nur in stressigen Zeiten, wenn ich ausgeglichener bin, geht´s eigentlich oder ist sogar ganz weg.

So ist es auch bei mir. Ich versuche mir, wenn ich dann draußen bin, zu sagen Mädel du hast `ne Versicherung! Aber das andere Mädel fragt dann sofort... ob die dann bezahlt???:))
Wie gesagt, meine Mutter und Oma waren schon so. womit ich nicht sagen will es sei angeboren. Sondern erlebt und so aufgenommen.

Hallo Pepples,
erklärst Du mir bitte was es mit "Skills" auf sich hat? Ich habe zwar schonmal davon gehört, weiß aber nicht mehr was das ist.
Danke.
 

elana

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Hallo ihr Lieben

@Pebbles: Jetzt, wo Du das sagst, fällt mir ein, dass z. B. bei der Hypnose das Zählen auch wichtig ist. Du hast Recht, so hab ich es vorher nie gesehen, nur dass mir auffiel, dass ich meine Zwänge durch Zählen eben auf eine reduzierte Anzahl von Wiederholungen beschränken kann.

Du hast das wegen den Büchern erwähnt, dass Du die Zeilen zählst. Mir fiel später ein, dass ich das früher ähnlich machte, indem ich jede Zeile auseinandernahm in ihren Satzelementen und später auch immer wieder anstreichen musste. Auch jetzt gerade tendiere ich wieder stark zum gelb Anstreichen, um es auf diese Weise gezählt zu haben durch die offensichtliche Markierung. Als würde es nur so richtig fixiert sein in meinem Gedächtnis. Überhaupt schreibe ich mir jeden Quark auf, obwohl ich es mir gut merken kann. Ich nenne es "mein zweites Gedächtnis".

@im Aufwind und Schupfnudel: Das kenne ich alles auch, macht auch meine Mutter so. Da unsere Familienmitglieder diesbezüglich absolut das Gegenteil sind, müssen wir auch tatsächlich aufpassen, dass der Herd aus ist und uns das Haus nicht abgefackelt wird. Es kam schon öfter vor, dass die Jungs es vergessen haben. Und wir haben im Keller noch einen Öltank, ist also doppelt gefährlich.
 

Satan

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Moin Leute,

ich weiss dass ich vermutlich hier ganz alleine mit meinem Problem da stehe. Aber es ist so, mein Fahrzeug ist nun nicht dreckig, aber Staub setzt sich etwas an und die Vorderscheibe ist schmutzig, natürlich auch Restsalz noch auf dem Lack vom Winter. Nun habe ich diese innere Unruhe, dass ich heute wo ich noch frei habe keine Lust habe raus zu gehen und nicht den Wagen zu polieren von allen Seiten. Ich meine, mein Fahrzeug ist neu wirklich schmutzig und topgepflegt und im Frühjahr, wenn es kommt, dann wird er in die WfB gebracht und dort wird er einer Grundsäuberung für knapp 50 Euro unterzogen , das ist mir die Sache einmal im Jahr einfach wert. Kennt ihr das auch, ich meine ich muss ja berufsbedingt mich auch wohlfühlen, habe aber einfach keine Lust heute und habe das Gefühl, dass ich doch heute noch losfahren werde um das zu erledigen *huhu**prost*

Normal oder Zwang?!
 

Satan

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Scheissegal, ratet mal wo ich die letzte Stunde war :D :D :D Karre blitzt und blinkt wieder vor außen und obwohl hinten etwas Staub war, hab ich ihn ignoriert und die Scheiben sind wieder toll, das Armaturenbrett ist fein und die Felgen, ein Traum :D Meine Fresse hab ich einen an der Schüssel und morgen regnet es :D :D :D *jaa**huhu*
 

Schupfnudel

früher: Chaos-Elfe ;-)
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Scheissegal, ratet mal wo ich die letzte Stunde war :D :D :D Karre blitzt und blinkt wieder vor außen und obwohl hinten etwas Staub war, hab ich ihn ignoriert und die Scheiben sind wieder toll, das Armaturenbrett ist fein und die Felgen, ein Traum :D Meine Fresse hab ich einen an der Schüssel und morgen regnet es :D :D :D *jaa**huhu*

Allerdings....lol....mein Auto sieht aus wie eine Großbaustelle *jaja*
 

Pebbles

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@Pebbles: Jetzt, wo Du das sagst, fällt mir ein, dass z. B. bei der Hypnose das Zählen auch wichtig ist. Du hast Recht, so hab ich es vorher nie gesehen, nur dass mir auffiel, dass ich meine Zwänge durch Zählen eben auf eine reduzierte Anzahl von Wiederholungen beschränken kann.

Es ist glaub ich so, dass wir Ängstler sowieso dazu tendieren alles an uns als "nicht normal" abzutun. Was ich für Macken auch immer habe, "gesunde" Menschen sind auch nicht frei davon, das hat mir meine Thera mittlerweile vermitteln können. Und....äh... ja... manchmal glaub ich sogar fast dass gewisse Dinge in Ordnung an mir sind:))

Das mit den Büchern... ulkig, dass Du das auch kennst. Manchmal sind es so Dinge, die ich selber schon ignoriere, wie mit dem Buchstabenzählen etc. irgendwann fällt mir dann auf, dass es nervt oder so was.

Aber weißt Du was? Mein Onkel ist psychisch würde ich mal sagen ganz gesund. Er ist jetzt halt schon über 70 und körperlich... äh... angegriffen.
Wir haben einmal im Monat Spielemittag und ich hab so die Karten verteilt. Plötzlich ruft er: "STOOOOP, da fehlt ne Karte, gell?" Ich sah ihn mit riesigen Augen an und fragte nur: "WIE?"
Er:" Ja, tut mir leid, ist ja nicht so, dass ich Dich kontrolliere, ich zähle nur alles mit. Nicht nur Karten, auch Treppen usw"
Öhm... wir sind nicht blutsverwandt, vielleicht hab ich es mir aber auch angeschaut, bin ja zum Teil bei ihnen groß geworden.
Ich weiß von ihm, dass er immer viel gearbeitet hat (Familienbetrieb, dort bin ich ja groß geworden) und ursprünglich sehr große Probleme in der Familie hatte (Eltern!) Vielleicht hat er sich das irgendwann ganz natürlich angewöhnt.
Meine Tante (seine Frau) isst absolut kein Geflügel.
Ich hab sooo:*staun* geschaut, weil ich ja seit Jahren einen Ekel vor Geflügel habe, den ich mir nicht erklären kann, wir sind therapeutisch die Palette rauf und runter gedüst, spekuliert und bla, ich hab mich nie getraut es z.B. ihr gegenüber zu erwähnen weil Kriegskind und so, verstehste?
Da sagt sie doch glatt, sie kann das Geflügelzeug net essen, es ekelt sie!
Seltsamerweise kann ich das seitdem auch besser annehmen an mir selber. Meine Tante IST ja blutsverwandt mit mir und vielleicht ist das echt so ne Gen-Sache. Wir mögen es einfach nicht und Punkt. Da könnte ich Dir Sachen erzählen, Elana, grade weil ich die letzten gut 2 Jahre echt Parallelen gefunden habe zwischen mir und Familienmitgliedern aber auch Freunden!!!!
Angefangen von schräger Art und Weise Rätsel zu lösen (ich dachte ich wäre kreativ) über Ekel vor gewissen Dingen am Fleisch über Perfektionismus an seltsamen Stellen und Chaos an anderen, alles so SAchen, die ich als "krank" empfand, aber zu fast JEDER Schrulle gibt es jemanden, der sie auch hat*jaa*
*herzen*
 

Pebbles

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Was mir vorhin noch einfiel: Ich löse ja sogenannte Nonogramme, weiß nicht, ob Dir das etwas sagt.
Da enstehen dann Bilder, Du musst die Felder abzählen. Hab vorher nicht daran gedacht, aber jetzt wo ich den Text geschrieben habe, könnte es mehr als logisch sein, dass ich das gern löse*hihi*
Wie auch immer, wenn das Zählen für Dich entspannend wirkt, dann könnte das vielleicht ne Möglichkeit sein?
 

elana

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Huhu Pebbles

Ja, es gibt ja ein sogenanntes Zwangsspektrum bis in die Normalität hinein, sodass es nicht verwunderlich ist, wenn auch Gesunde solche zwanghaften Macken haben. Erst wenn es das Leben einschränkt, wird es zu einer Störung, weil es ja das Leben "stört".

Ich spiele gern Schach, da werden die Felder des Schachbrettes ja auch abgezählt. Das entspannt mich sehr, aber nur wenn ich es allein spiele. Das findet mein Thera auch vollkommen in Ordnung.

Ja, Du hast Recht, wir sollten nicht gleich alles als "unnormal" ansehen, es geht ja eher darum, wie weit es übertrieben wird damit, auch wieder eine Frage des Maßes wie bei fast allem. Mein Thera weist auch immer auf meine gesunden Anteile hin und versucht, mir das mit dem "unnormal" auszureden. Ist also bei Dir auch so in der Therapie, dann muss es stimmen und wir hinterfragen uns nur zu viel! **9
 

Pebbles

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Mein Thera weist auch immer auf meine gesunden Anteile hin und versucht, mir das mit dem "unnormal" auszureden. Ist also bei Dir auch so in der Therapie, dann muss es stimmen und wir hinterfragen uns nur zu viel! **9
Ja, das macht meine Thera auch immer. Anfangs kam ich mir dabei nicht ganz ernst genommen vor, aber sie hat ja irgendwo auch Recht.
Ich denke halt, solange ich keine von mir ausgeschlagenen Zähne zähle, ist es ja auch in Ordnung, oder?*hihi*
Meine damit, solange ich niemandem damit schade.... gibt es halt schlimmeres.
 

elana

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Solange wir nicht irgendwelche Sprengstoffbomben mit Zähler zwanghaft genau in Hochhäusern positionieren, ist alles okay, nehme ich an! :))
 
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