Escitalopram

Helfen Sie mit, Leben mit Angst zu unterstützen:

Ania

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Hallo zusammen, möchte mal wieder berichten. Mir geht es schon viel besser, meine Konzentration kehrt zurück, ich sehe wieder „klarer“ und schaffe es auch irgendwie den Tag zu meistern, obwohl ich leider noch nicht arbeitsfähig bin. Was mich aber noch sehr stört, sind die Unwirklichkeitsgefühle. Es ist schon sehr viel besser geworden aber halt immernoch da. Vom Psychiater und Therapeutin höre ich immer nur „Geduld, Geduld, Geduld“... hört das alles irgendwann mal auf? :(
 

Ania

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Ich danke Dir Harriet, ich bin da furchtbar ungeduldig... aber wahrscheinlich kennt ihr das alle ��
 

silberauge

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Wer nimmt denn hier (noch) Escitalopram und kann über Erfahrungen berichten?

Meine Ärztin empfahl mir kürzlich, es doch nochmal mit einem SSRI zu versuchen, da meine latenten und manchmal dann auch schubweise auftretenden Depressionen mit meinem jetzigen Medikament (Opipramol) nicht ausreichend gebessert werden. Mehrere Versuche mit SSRI gingen in der Vergangenheit leider schief, zu viele Nebenwirkungen/Unverträglichkeiten. Sie hat mir nun die Escitalopram Tropfen zum langsamen Einschleichen empfohlen und das Opipramol abends zunächst weiter zu nehmen. Ich habe ihr gesagt, muss erst mal drüber nachdenken. Zwei Psychopharmaka, oh weh oh weh....

Aber sie hat schon recht, mit Opipramol kann ich gut schlafen, habe keine Panikattacken mehr und relativ wenig Angst. Aber schlechte Stimmung ist immer wieder ein Problem, wo ich dann auch phasenweise nur noch mit Mühe und Not arbeiten kann. Und ich bin schon bei 100 mg Opi, mehr geht dann auch nicht mehr, dann bin ich nur noch träge/müde.
 
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Harriet

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Ich nehme Citalopram und am Abend 50 mg Opipramol. Schon seit vielen Jahren.

Das Citalopram habe ich bekommen, als mich eine heftige Depression im Griff hatte. Da half kein Opi mehr. Citalopram hat mir rausgeholfen.
 

Strickliesel

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die Ärztin im MVZ bei uns hat mir auch Escitalopramtropfen, statt Opipramol emfpohlen.....

habe aber derzeit leider keinen Plan, was ich tun soll

" Mehrere Versuche mit SSRI gingen in der Vergangenheit leider schief, zu viele Nebenwirkungen/Unverträglichkeiten. "
...ist bei mir genauso
 

silberauge

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Ich nehme Citalopram und am Abend 50 mg Opipramol. Schon seit vielen Jahren.

Das Citalopram habe ich bekommen, als mich eine heftige Depression im Griff hatte. Da half kein Opi mehr. Citalopram hat mir rausgeholfen.

Mich verunsichert daran, dass man SSRI und Opipramol nicht zusammen einnehmen soll, wegen Verlängerung dieser QT-Zeit. Der Apotheker schlug jedenfalls bei dieser Kombi die Hände über dem Kopf zusammen. Meine Ärztin meinte allerdings, es käme auf die Dosis der Medikamente an. In welcher Dosis nimmst du denn das Citalopram? Hast du das Citalopram auch mal ohne Opipramol probiert?
 
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Harriet

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40mg Citalopram morgens, das Opi abends. Das habe ich immer dazu bekommen und nie anders ausprobiert. Es geht wohl um das Schlafen.
 

silberauge

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Ja, da man durch die SSRI Schlafstörungen bekommen Kann, aber ja nicht muss. Kann man halt alles nur ausprobieren. Ohne diese depressiven Schübe käme ich mit dem Opipramol ja auch super zurecht.
 

Strickliesel

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"Zwei Psychopharmaka, oh weh oh weh....", da könnte von mir sein😁
Wie geht es dir silberauge? Konntest du dich dazu durchringen, 2 medikamente einzunehmen?
 

silberauge

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Wenn es gar nicht anders geht, könnte/müsste ich mich dazu durchringen. Aber momentan versuche ich noch, die depressiven Schübe durch andere Maßnahmen in den Griff zu bekommen. Ich bin auch der Meinung, dass man nicht alles mit Tabletten "wegmachen" kann bzw. sollte.
 

Harriet

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Ihr Lieben, diese Medikamente betäuben doch nicht. Sind doch keine Benzos, damit kann man sich tatsächlich betäuben.

Das soll kein Plädoyer für Antidepressiva sein, aber ich fühle mich damit tatsächlich einfach nur "normal". Und gearbeitet habe ich immer an mir (musste ich ja wohl). Es ist ein Vorurteil, dass man sich damit quasi "abschießt" und nicht mehr reflektiert. Im Gegenteil, der Blick wird klarer, wenn man eine Störung bzw. Erkrankung wie Depression hat und da alleine nicht rauskommt
 

silberauge

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Ich meinte mit "wegmachen" auch nicht betäuben sondern, dass man mit Medikamenten alleine nicht alle Lebensprobleme (auf)lösen kann, wegen derer man Depressionen hat.
 

Lutz

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Bei mir war es so, dass ich durch die Medikamenteneinnahme erstmal die Möglichkeit bekam an mir zu arbeiten und Normalität wieder herzustellen.
Vorher war ich so in Angstkreisen gefangen, dass überhaupt nichts ging, egal was ich probierte.
Der Himmel wurde nicht rosa, sondern er klärte sich auf und ermöglichte einen klaren Blick zum Erkennen und Lösen der Probleme.
Ich sehe das eher als Befreiung und nicht als Betäubung.
 

Kathleen

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Natürlich kann man mit Medikamenten nicht alles wegmachen, sonst wären wir wohl kaum alle hier.
Aber, Medikamente erleichtern das Leben, machen erst möglich, dass man für sich die beste Art findet mir der Krankheit zu leben.
Und ja, ich bin der Meinung, dass eine Angststörung niemals mehr ganz verschwindet - sie ist latent immer da. Es gibt gute und schlechte Phasen.
Und warum soll man sich mit Medis nicht die schlechten Phasen erleichtern?
Warum soll man sich unnötig quälen?
Wenn es mir sehr schlecht geht, nehme ich ein Benzo - ich bin nicht mehr bereit zu leiden. Nie wieder. Punkt!

Wer meint ohne Medikamente auskommen zu können oder müssen - bitte schön.
Aber bitte nicht die Behauptung aufstellen, dass man sich mit Medis fühlt wie "unter Drogen (woher wisst ihr denn wie man sich unter Drogen fühlt?) , man nicht mehr sich selber sei, betäubt ist, usw.."
Das ist einfach nicht wahr.

Jemand mit akutem schweren depressiven Schub kommt niemals alleine da raus.
 

silberauge

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Aber bitte nicht die Behauptung aufstellen, dass man sich mit Medis fühlt wie "unter Drogen (woher wisst ihr denn wie man sich unter Drogen fühlt?) , man nicht mehr sich selber sei, betäubt ist, usw.."
Das ist einfach nicht wahr.

Das hat doch hier auch gar keiner behauptet. Ich für meinen Teil habe mich wohl etwas unglücklich ausgedrückt. Wie oben schon geschrieben, das Wort "wegmachen" bezog sich auf die Probleme die man in seiner äußeren Welt haben kann und die u.U. auch die Krankheit aufrechterhalten können. Wie z.B. ein krankmachender Arbeitsplatz oder eine desolate Partnerschaft. Mit der alleinigen Einnahme von Medikamenten kann man solche Umstände dann vielleicht besser ertragen. Aber danach müssen dann auch Taten folgen sofern man Veränderungen möchte im Hinblick auf gesündere Lebensbedingungen.
 
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Kathleen

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Das hat doch hier auch gar keiner behauptet. Ich für meinen Teil habe mich wohl etwas unglücklich ausgedrückt. Wie oben schon geschrieben, das Wort "wegmachen" bezog sich auf die Probleme die man in seiner äußeren Welt haben kann und die u.U. auch die Krankheit aufrechterhalten können. Wie z.B. ein krankmachender Arbeitsplatz oder eine desolate Partnerschaft. Mit der alleinigen Einnahme von Medikamenten kann man solche Umstände dann vielleicht besser ertragen. Aber danach müssen dann auch Taten folgen sofern man Veränderungen möchte im Hinblick auf gesündere Lebensbedingungen.

Es gibt im Leben aber auch Umstände die man nicht einfach weg machen kann, aus verschiedenen Gründen. Und hier muss man eben lernen damit zu leben.
Jeder Mensch hat Umstände im Leben die kein reiner Sonnenschein sind - deswegen kann man doch nicht immer wieder das Leben verändern.
Zumal man oft gar nicht genau weiß, ob DAS was man ändert wirklich für den momentanen Zustand verantwortlich ist - dann sucht man halt weiter und weiter.. und kommt aus den Veränderungen gar nicht mehr raus, was zusätzlich stresst.
Vielleicht liegt das Problem in einem selber und ist nicht der Umwelt geschuldet?
 
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