Ein Uralttrauma aus Kindertagen

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Wolke

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Hallo ihr, ich habe gerade wieder einmal gemerkt, wie prägend auch traumatische Erfahrungen aus Kinderzeiten sein können.

Als ganz kleines Kind wurde ich aus meiner Sicht für längere Zeit von meinen Eltern verlassen. Denn damals Anfang der Siebziger durften Eltern noch nicht mit im Krankenhaus übernachten und auch ihr Kind nicht dort besuchen, zumindest war das in meinem Fall damals so, als ich für mehrere Wochen alleine mit einem Jahr im Krankenhaus lag.

Das ist zwar jetzt etwa 43 Jahre her, aber die Folgen belasten mich immer noch. Schon als Kind hatte ich ungeheure Verlassenheitsängste, konnte lange Zeit überhaupt nicht alleine einschlafen oder länger alleine bleiben und alleine schon wenn ich ein Krankenhaus sah, bekam ich schreckliche Angst.

Heute bin ich eine erwachsene Frau, bin mit 19 von zuhause ausgezogen, wohne seit einigen Jahren ganz alleine und habe damit an sich keine Probleme.

Aber auch heute noch, wenn ich das Gefühl habe, dass ich in irgendeiner Weise verlassen werden könnte und sei es auch nur, dass Menschen, die mir was bedeuten, mich irgendwie komisch angucken oder mal nicht ans Telefon gehen, weil sie, es muss ja nicht einmal mit mir zu tun haben, ihre Ruhe im Augenblick brauchen, bekomme ich panische Angst, dass diese aus meinem Leben verschwinden ohne etwas zu sagen und mein Gefühlsleben und meine REaktionen werden die eines sehr kleinen und hilflosen Kindes. Obwohl ich sonst rational bin, kann ich dann nicht mehr klar denken und der alte Plan in mir drin läuft ab: hilfe, ich werde verlassen...ich muss dafür sorgen, dass das nicht so ist...denn wenn es doch so wäre, wäre das schlimm...ich wäre am Ende...warum mögen die mich nicht mehr....etc.!

(Anmerkung: wenn Menschen, die ein Problem mit mir haben oder sich etwas zurückziehen wollen oder gar sich ganz aus meinem Umfeld verabschieden wollen, dies nicht klammheimlich tun, sondern mit mir darüber reden, dann ist das Problem nicht in der Art gegeben...dann tut das zwar immer noch weh, macht traurig, aber ich kann damit besser umgehen)

Und ich nerve dann mit eben diesen Reaktionen, die wie klammern oder noch schlimmer wirken oft die Leute, stelle Freundschaften infrage, interpretiere falsch etc....und bekomme dann manchmal am Schluss genau das, wovor ich mich gefürchtet habe: Kontakteinschränkung oder Abbruch...weil es eben kaum jemand versteht, wenn er statt einer erwachsenen Frau plötzlich ein hilfloses Kleinkind vor sich stehen hat.

Ist mir gerade erst wieder durch diese FB-Blockgeschichte bewusst geworden...wo ich gelitten habe, wie ein Hund (...weil ich habe mein letztes Fünkchen Verstand zusammengenommen und habe erstmal paar Tage bevor ich reagiert habe, abgewartet, habe aber in 5 Tagen insgesamt nur etwa 15 Stunden geschlafen, fast nichts gegessen, Ängste aller Art ausgestanden, Herzschmerzen, Durchfall, Verzweiflung, depressionen gehabt)...und am Ende, als ich den betreffenden Menschen erreicht habe, hat der mir glaubhaft versichert, dass ich nicht zigmal fragen müsse wegen unserer Freundschaft, die habe Bestand, das mit FB sei etwas anderes (auch wenn seine Begründung, dass alle geblockt sind, nicht stimmt..siehe Beitrag im alten Forum)...dass zwischen uns alles ok ist.

Irgendwann hat mir mal eine Therapeutin erklärt, dass dieses extreme Gefühlserleben, auch wenn ich einem Krankenhaus nahe bin, dieses Gefühl wieder ganz klein zu sein, ein Trauma von damals ist. Wir haben versucht drüber zu reden...nur leider sind die Gefühle immer so verschüttet gewesen, dass ich nicht mit ihnen in Verbindung kommen kann.

Ich wünsche mir aber sehr dieses Trauma aufzulösen und auch vom Kopf die Erkenntnis in mein Gefühl und Erleben zu bekommen, dass nicht jede negative Reaktion anderer Menschen der Anfang des Verlassenwerdens bedeutet, dass ich erwachsen bin und auch alleine klarkomme, was ich ja an sich weiß, dass ich mit mir selber klarkommen muss und mich nicht so von den Beziehungen oder Nichtbeziehungen zu anderen Menschen abhängig machen kann.

Denn so habe ich schon Vieles kaputt gemacht und ich schade mir selber in vieler Weise damit.

Therapie bekomm ich derzeit keine, weil die KK nicht schon wieder zahlt, eigentlich wollte ich auch keine mehr machen...aber hier komm ich alleine nicht weiter...weil der Automatismus trotz besserem Wissen vorher immer wieder zuschlägt...

Frage also: was kann ich, bis ich wieder mal Therapie machen darf, alleine tun, damit es sich besser?....welche Art von Therapie ist in so einem Fall angebracht?...
wer kann Tipps geben?

Ich wäre sehr dankbar auch über einen weitergehenden Austausch.

Danke!
 
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Hallo liebe Wolke,
ich bin immer wieder erstaunt und auch erschüttert, wie sich die Lebenssituationen von Angstbehafteten gleichen undwie lange das einem anhaftet. Was Du schreibst könnte auch Teil meiner Geschichte sein. Auch bei mir kommt da was wieder zum Vorschein.
Ich werde mal darüber nachdenken... und melde mich wieder.
Schönen Sonntag !
 

Wolke

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Danke! Vielleicht kommen wir ja zusammen auf Ideen und Ansätze, wie wir besser damit zurechtkommen.
 
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... wäre schön mal darüber zu reden.
Ich bin in Foren sehr lange NICHT unterwegs gewesen und merke mir fehlt die Übung. Das geht alles so schnell... da muß ich mir erst wieder den Überblick verschaffen...
Für jetzt ist Feierabend für mich.
Bis bald...
 
G

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Hallo Wolke,
habe das Thema NICHT fallen gelassen! Aber im Moment bekomme ich die Kurve nicht.
Darf ich mich nach Ostern melden?
Ich wünsche Dir schöne Feiertage.
 

ellmi

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Da kommen in mir Überlegungen hoch.

Als ich sechs Jahre alt war mußte ich ins KH wegen Mandeln und Polypen. Ich war eine Woche da. Meine Mutter war jeden Tag von morgens bis abends bei mir. Länger als viele anderen Mütter auf der Station. Aber ich weiß, daß das Gehen lassen für mich total schlimm war. Ich habe nur bruchstückhafte Erinnerungen an diese Zeit....ob da wohl mehr dahinter ist?
 
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Hallo... habe doch noch bisserl Zeit.
ich habe (leider) mehrere solcher Erlebnisse in der Kindheit und weiß sie belasten mich immer noch.
Auch ich war mit etwa 4 Jahren im Krankenhaus. Nur war das Ende der 50iger Jahre. Damals gab es noch sogenannte Besuchszeiten. Nur etwa 2 Stunden am Nachmittag zu festgelegten Zeiten.
Da war nichts mit länger bleiben. Wenn die Zeit um war ging eine Schwester durch die Zimmer und man wurde aufgefordert zu gehen.
Davon ist mir nichts mehr bewußt.
Was ICH noch weiß, damals bekam ich eine Äthernakose,
Wißt Ihr was das ist??? Da bekam man so ein Teil, wie ein Sieb mit einem Tuch, auf den Mund und es wurde Äther darauf getropft.
Kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Gott... bin ich so alt!!!

Was ganz schlimm war, ich hatte damals einen Ring von meiner Mutter bekommen und den mußte ich abgeben.
Jahre später hat man mir erzählt, ich muß das ganze Krankenhaus zusammen geschrien haben nach meinem Ring.
Das war ja dann auch so was. Den hätten sie mir ja im OP ausziehen können.

Sind solche Kleinigkeiten, die einen ein Leben lang begleiten....
Ich sehe gerade jetzt noch den Fahrstuhl vor mir.... habe ich jahrzehnte nicht daran gedacht!
Ich, als kleines Mädchen, in dem großen Fahrstuhl (meine erste Fahrt) in einem riesen Bett (auf dem Weg in den OP) mit fremden Frauen (Schwestern) drum herum.
Vielleicht fahre ich deshalb noch heute sehr ungern Fahrstuhl????
 
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P.A.

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Hallo,

leider habe ich im Moment auch zu wenig Zeit. Aber das Thema interessiert mich auch. ist mein Hauptthema. Schreibe jetzt schon mal, damit ich es später wiederfinden kann.

LG

PA
 

Grieseline

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Hallo zusammen!*huhu*

Das ist leider auch kein großes Thema bei mir. Ich habe leider bis jetzt keine Ahnung, was ich dagegen tun könnte, aber vielleicht können wir uns ja gegenseitig unterstützen....

Ich hatte in meiner Kindheit auch so ein zwei Erlebnisse. Die habe ich in meiner Therapie leider nie angesprochen weil ich gerne aller Welt und so auch meinem Therapeuten die starke Frau mit der makellosen Vergangenheit vorspiele.
Als ich ca. 8 war habe ich meine Mutter leblos gefunden. Ich dachte, sie wäre tot, war sie aber nicht . Wäre sie aber gerne gewesen, glaub ich. Der Notarzt hat sie aber zurückgeholt, zum Glück. Da hab ich bis heute mit niemandem ernsthaft drüber geredet, geht irgendwie nicht. Auch mit meinen Eltern nicht.
Dann gabs noch ein paar andere Dinge, das war aber wohl das schlimmste.

Nun habe ich auch wirklich krasse Verlustängste mit klammern und allem was dazu gehört, ich könnte Wolkes Text so unterschreiben.

Würde mich gerne mit euch austauschen. .....
 
G

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Das was ich gestern geschrieben habe, was so spontan aufblitze und jahrelang verschüttet war... ich habe heute Nacht noch dran zu knabbern gehabt.
Doch es war gut, nachdem ich es nochmal richtig Revue passieren lies.
Ich hab`s mir angeschaut, als würde ich über mir stehen.
Von ganz außen. Es SIEHT dann anders aus und man ist anders beteiligt an der Sache.
War eine neue Erfahrung mal ganz lange verschüttetes wieder aufleben zu lassen.
Kennt ihr das?
 

sybill

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Habe auch diese Verlustangst und deshalb auch oft Ärger, weil ich hinter mir nahe stehenden Menschen her telefoniere
aus Angst, ihnen könnte was passiert sein.

Wenn ich meinen Mann nicht erreiche, bekomme ich es auch nach einiger Zeit mit der Panik.

Auch meine beste Freundin nervt das dann.

Ich möchte dieses Klammern gerne loswerden, schaffe es aber oft im Alltag nicht.

Meine Mutter war dauernd krank und hatte Angst zu sterben und sie ging einfach weg aus der Wohnung, wenn sie mich strafen wollte.
Ich dachte, sie kommt nie mehr und rastete fast aus. Oft bin ich dann auch raus gerannt und habe sie im ganzen Viertel gesucht.
Wenn ich hinter ihr war, lief sie schneller, um mich abzuhängen.

Das ist wohl bis heute der Grund.
Immer wieder dieselbe Spirale. Mein Mann wird auch ungehalten, wenn ich ihn zu oft anrufe und dann wiederholt sich das mit dem Erleben meiner Mutter.

Suche immer nach einer Geborgenheit auch wenn ich allein bin.
Ist bis jetzt sehr schwer.

Viele Grüße
Sybill
 
G

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Unsere Leben gleichen sich wirklich!
Ich wurde als Kind viel geschlagen, wie das in der Zeit üblich war (heute nicht mehr vorstellbar). Wir bekamen sogar Schläge, fast täglich, in der Schule. Ist noch gar nicht sooo lange her (60ger Jahre)
Es hat mir nichts aus gemacht. Meine Oma hat immer nur geschlagen. Ich habe sie sogar so provoziert... bin dann raus gerannt und habe HILFE, HILFE... gerufen oder gesagt, wenn sie nicht aufhört sage ich dem Opa. Dann war Ruhe. Obwohl mein Opa ein ganz lieber Mensch war! Der konnte keiner Fliege was zu leide tun. Doch offenbar hatte Oma Respekt vor ihm.

Was für mich viiiiel schlimmer war. Meine Mutter, die die liebevollste Mutter überhaupt war, hat mich nie geschlagen ABER weg geschickt.
Sie hat mir mal erzählt ich sei im Alter von ca 7 Jahren hinterher gelaufen und hätte gebettelt... schlag mich bitte...
Ist das nicht schlimm?
Da weiß ich doch woher ich meine Ängste habe.
 

ellmi

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@Grieseline: das muß ja total schrecklich für dich gewesen sein. Ist da in der Familie nie drüber gesprochen worden, was an dem Tag mit deiner Mutter los war?

@Sybill: das geht ja garnicht, was deine Mutter damals gemacht hat. Wenn ich mir vorstelle ich würde das mit meinen Kindern machen, da dreht sich mir schon der Magen herum.
 

Grieseline

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Nein, das ist tabu. Darüber redet keiner. Niemals. Vielleicht denken meinen Eltern auch ich wäre zu jung gewesen um das zu schnallen. Sie saß im Bett. Auf dem Nachttisch ein leerer Tablettenblister. Auf dem Boden eine Whiskyflasche, die war offen und umgefallen aber es war nichts ausgelaufen.
Hinterher hieß es sie hätte eine Schlaftablette genommen. Schlaftabletten sind bei uns in der Familie normal, damit geht man offen um.also eine genommen. Und dabei vergessen, dass der EINE Drink sich nicht mit der einen Tablette verträgt. Haha. Das hab ich nie geglaubt. Meine Mutzer hat nie Alkohol getrunken. Mal Wein oder Sekt. Aber das sie Schnaps trinkt, das kenne ich gar nicht von ihr. Das war kein Versehen.

Ich hab danach monatelang meine Tür aufgerissen, wenn ich hörte, dass sie ins Bett ging, weil ich sehen wollte ob sie etwas dabei hat
Was zu trinken. Einmal hatte sie ein Glas Apfelsaft in der Hand. Das weiß ich noch. Da hab ich dran riechen wollen und hab dann schimpfe bekommen ich soll nicht albern sein oder so.
Und dann war es so, als wäre das nie passiert. Wie mit vielen anderen Sachen.
Aber das war schlimm.ich bin im Schlafanzug auf die Straße gerannt und hab bei den Nachbarn geklingelt weil ich nicht wusste was ich machen soll.
Ja. Weiß auch nicht. Schön war das nicht.
 

ellmi

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Okay, das war dann schon ziemlich offensichtlich.
Leider aber damals sicher auch noch ein absolutes Tabuthema. Vorallem Kindern gegenüber. Selbst heute schweigt man ja sowas noch tot.

Ich glaube wirklich, daß man dachte, daß du das nicht verstehen würdest. Was aber in dem Moment in einer Kinderseele vorgeht, das konnten sie wohl nicht nachvollziehen.

Wie war denn später das Leben von deiner Mutter? Wäre sie lieber gestorben? Hattest du das Gefühl, daß du sie von etwas abgehalten hast, was eigentlich ihr sehnlichster Wunsch war? Wie hat sie sich dir gegenüber verhalten?
(Tut mir leid, wenn ich zu tief bohre, dann ignorier es bitte)
 

Grieseline

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Hm. Also verhalten hat sie sich mir gegenüber wie vorher. Ganz normal. Als wenn nichts gewesen wäre. Ich habe eigentlich auch ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern. Auch heute So, als wenn nie was gewesen wäre eben.

Meine Mutter hatte kein leichtes Leben. Sie scheint der typische Opfertyp zu sein, soll es ja geben. Ihr ist wohl in jungen Jahren was sehr schlimmes passiert, sie muss wohl v** worden sein. Auch das wird natürlich nicht offen erzählt. Mein Vater hat mir das mal erzahlt quasi als Entschuldigung dafür, dass sie schlecht Nähe zulassen kann. Das habe ich mehr bei meinem Vater bekommen
Kuscheln und sowas. Meine Mutter war schoner eher distanziert was Emotiknen und auch körperliche Nähe angeht. Manchmal zuckt sie regelrecht zusammen, wenn man sie berührt. Aber sie hat mir auch Liebe und Nähe gegeben, so ist das nicht
Ich denke, dass sie depressiv war. Meim Vater hat lange Zeit 600 km vonbins entfernt gearbeitet. Das gab Probleme in der Ehe. Betrug durch meinen Vater, er war auch oft laut und sogar etwas aggressiv wenn eral was getrunken hat.
Das habe ich aber alles erst später gesehen, ob das damals schon so wat weiß ich nicht.
Ich hab also eigentlich keine Ahnung warum sie das getan hat. Hinterher war eben wirklich alles wie vorher. Nach aussen jedenfalls.
 

Schupfnudel

früher: Chaos-Elfe ;-)
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Ich kenne das auch mit den Verlustängsten. Mich interessiert zwar nur zum Teil, wo das herkommt, viel eher interessiert mich: Wie werde ich es wieder los?

Ich hatte seit der Trennung von meinem Ex-Mann einmal einen Freund, so lange wir "locker" zusammen waren, ging es, aber kaum war das böse Wort mit "B" über uns, klammerte ich und bin fast verrückt geworden vor Angst, dass er mich verlässt.
Hab jetzt beschlossen, lieber allein zu bleiben, weil ich bestimmt wieder zum Äfflein werde, unmögliches Verhalten. Würde mein Freund so zu mir sein wie ich sein kann, wäre ich auch schnell weg. Sehr paradox, das Ganze...

Eure Geschichten machen mich echt auch betroffen...
 

Melanie

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Hallöle,

jetzt mal als Unbeteiligte. Ich glaube, es ist sehr schwer und auch schmerzhaft über diese Erlebnisse zu sprechen. Aber vielleicht ist es noch schmerzhafter Freunde im "jetzt# zu verlieren.

Wäre es eine Hilfe den Freunden denen man hinterhertele-foniert zu sagen warum man das tut? Damit Sie nicht so genervt sind und sich nicht so beklammert fühlen?

Also einmal die Geschichte erzählen und wenn ihr wieder in die Lage kommt zu sagen: "Boah, ich fühl mich grad wie 5 *tsts*". Mehr ist vermutlich nie wieder nötig. Aber ihr erntet vielleicht ein mitfühlendes lächeln statt einer genervten Kopfschüttelgeste.
 

sybill

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Hallo Mel, also bei mir wissen alle Bescheid, sind aber der Meinung, dass ich diese Angst im Griff haben muss und nicht ausleben darf.

Es hilft halt nur, sich noch ein Stück mehr aus der Angst zu befreien.

Lieben Gruß
Sybill
 
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