Dominik - Meine Story

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Dominik

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Hallo Ihr Lieben,

ich bin neu hier im Forum und möchte mich euch mal eben vorstellen.

Ich bin Dominik und bin 27 Jahre alt. Ich komme ursprünglich aus dem schönen Saarland, wohne aber schon länger im Hunsrück.
Ich bin gelernter Dachdecker und bin nach meiner Lehre zur Bundeswehr gegangen. Meine Zeit als Soldat beendete ich nach vier Jahren Dienstzeit. Während meiner Dienstzeit war ich im Auslandseinsatz. Mittlerweile bin ich seit einem Jahr krank geschrieben.


Ich habe dieses Forum über Tapatalk gefunden und dachte mir, dass ich mich hier mal registrieren sollte da ich das Gefühl habe hier richtig aufgehoben zu sein.

Nun... was führt mich hier hin?


Ich habe seit einem Jahr schlimme Panikattacken und Angstzustände. Eine Herzneurose kommt leider auch noch dazu. Bin mittlerweile mit den Nerven ziemlich am Ende und ich bin schon viele Tode gestorben. Und so fing alles an:

Vor einem Jahr hatte ich einen Termin zu einem Bewerbungsgespräch bei einer neuen Arbeitsstelle. Meine erste Chance im zivilen Leben nochmal durch zu starten. Ich war am Tag vorher deswegen schon ziemlich aufgeregt und konnte die Nacht nur unruhig schlafen. Morgens war ich so nervös dass ich nichts essen konnte. Bauchweh und ein mulmiges Gefühl.... Ihr kennt das bestimmt. Zwei Zigaretten waren alles was ich "gefrühstückt" habe. Eine daheim und die andere direkt danach als ich mich auf den Weg machte. Irgendwie musste ich diese Nervosität ja bekämpfen. Die Firma bei der ich mich bewerben wollte war nicht sehr weit weg, so dass ich über den Fahrradweg zufuß dort hin ging. Ich hatte allerdings einen ziemlich schnellen Schritt drauf. Anscheinend durch die Nervosität. Als ich fast angekommen war spürte ich schon dass irgendwas nicht in Ordnung war mit mir. Mein Herz fing plötzlich an zu pochen ohne Ende. Ich fing an zu schwitzen und wurde ganz zittrig. Als ich an meinen Brustkorb fasste merkte ich dass mein Herz unregelmäßig und sehr stark schlug. Ich hatte richtig Angst und wusste nicht was ich machen sollte :( Ich habe dann versucht mich erst einmal zu beruhigen und bin hin und her gegangen. Als mein Herz dann aber ab und zu richtige Aussetzer bekam, wurde ich panisch und rief den Rettungsdienst an da es hier in der Nähe keine Rettungsstation und auch keinen Arzt gibt.

Die Person am anderen Ende der Leitung sagte mir dass der Rettungswagen in 15 Minuten da wäre. Und ich kann euch sagen, das waren die schlimmsten 15 Minuten meines Lebens und ich hab echt schon viel Scheiß in meinem Leben durch gemacht. Ich fiel fünf Minuten nach dem Telefonat erst mal um und war kurzzeitig weggetreten. Als ich wieder zu mir kam wusste ich gar nicht so richtig was los ist und sah alles nur noch schwarz weiß. Das machte mich natürlich nur noch panischer. Mein Herz schlug so durcheinander dass ich dachte ich müsse jeden Moment sterben. Ich hab mit meinem Leben schon abgeschlossen und war der Meinung dass mein Herz gleich den Geist aufgibt. Voller Angst und Panik klingelte ich dann an einem Haus und hoffte, dass mir jemand öffnet. Zum Glück war jemand da. Ich sagte zu dem Mann, der mir die Tür auf machte, dass gleich ein Rettungswagen kommt und er bitte auf mich aufpassen soll :( Der Mann sah mir anscheinend deutlich an dass ich am Ende war. Ich hielt meine Hand auf meine linke Brust und war richtig Blass. Unter Tränen sagte ich ihm dass ich gleich sterbe. Sofort bot er mir ein Glas Wasser an was ich aber dankend abgelehnt habe. Ich dachte die ganz Zeit nur daran was passiert wenn ich jetzt sterbe. Was ist mit meiner Familie? Wie erfahren sie es? Tausend Gedanken und so wenig Zeit darüber nachzudenken.

Zu meiner Erleichterung kam dann auch der Krankenwagen. Die beiden Sanitäter trugen mich auch direkt rein und Befragten mich. EKG wurde angeschlossen. Puls: 170, unregelmäßig. Sauerstoff und ein Medikament damit sich der Puls ein bisschen beruhigt bekam ich auch noch.
Im Krankenhaus stellte sich dann raus, dass ich Herzrhythmusstörungen habe. Vorhofflimmern. Über eine Elektrokardiographie wurde ich aufgeklärt. Diese würde man am nächsten Tag durchführen wenn sich der Herzschlag über Nacht nicht wieder normalisiert. Im Krankenbett merkte ich dann wie müde ich bin. Das ganze hat mich ziemlich fertig gemacht und die Diagnose setzte dann nochmal eins drauf. Ich war vorher ein ganz gesunder Mensch.... dachte ich immer! Und plötzlich sowas.

Über Nacht pendelte sich mein Herzschlag dann zum Glück wieder ein. Ich merkte wie es in meiner Brust kurz heftig zuckte und krachte und fühlte mich direkt etwas besser. Ab da war alles wieder normal.

Naja... nicht alles... nur mein Herzschlag.

Als ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, änderte sich mein Leben drastisch. Zuhause angekommen habe ich erst einmal alle Zigaretten weg geworfen. Volle Bierflaschen wanderten ebenfalls in den Müll. Nach und nach veränderte sich alles. Meine Ernährung, meine soziale Aktivität. Meine Lebensweise und meine Lebenseistellung. Ich trank nur noch gesunden Tee und informierte mich viel über Ernährung. Ich führte eine Liste mit allen gefährlichen Zusatzstoffen die mittlerweile viel zu sehr verbreitet sind. Ich wechselte die Zahnpasta weil ich Angst vor Fluorid bekam. Ich machte mich buchstäblich verrückt. Ich will einfach nicht noch einmal erleben was ich erleben musste.
Ich recherchiere im Internet nach den Symptomen eines Herzinfarktes. Nach den Symptomen eines Schlaganfalls.

Es kam wie es kommen musste. Panikattacken! Zwei Wochen nach meinem Krankenhaus Aufenthalt meine erste. Und was soll ich sagen?! Es war schlimm. Sehr schlimm. Ich wusste ja auch noch nicht mal was eine Panikattacke ist. Ich dachte sofort dass die im Krankenhaus etwas übersehen haben. Irgendwas ist mit meinem Herz nicht in Ordnung. Vielleicht ein Herzinfarkt. Vielleicht ein angeborener Herzfehler. Mir wurde schwindelig. Ich schwitzte. Ich wurde Blass. Meine Hände und mein Kopf begannen zu kribbeln. Mein Herz raste und pochte so unendlich fest. Ich wurde ganz unruhig. Konnte nicht ruhig stehen oder sitzen geschweige denn liegen. Dauernd diese extremen Schübe so als ob sich ein Gift von meinen Füßen bis hoch zum Brustkorb ausbreitete. Ich hatte keine Chance darauf klar zu kommen und rief 112 an. Ich musste also wieder in's Krankenhaus.

Diagnose: Angststörung. Panikattacke.

Mein Empfinden: Verzweiflung

Mein Wunsch: Sterben


Wieder Zuhause angekommen ging es weiter. Google war zu diesem Zeitpunkt mein bester Freund. Heute sehe ich Google als Feind an. Ich recherchierte, informierte mich und änderte mein Leben immer mehr. Mittlerweile hatte ich auch einige Arztbesuche hinter mir. Ich bekam "Citalopram" und "Doxepin" verschrieben. Aber ein Blick auf den Beipackzettel reichte und das Zeug landete im Jenseits. Die Nebenwirkungen, viel zu heftig und absolut kontraproduktiv bei meinem Zustand. Was soll ich groß um den heißen Brei drum rum reden... Ich hatte einfach verdammt Schiss davor. Als ich bei den Nebenwirkungen das Wort "Herzrhythmusstörungen" sah war für mich klar dass ich den "Dreck" nicht nehmen werde. Und so ist es auch bis heute geblieben.

Woche für Woche wurden die Attacken schlimmer. Anfangs kamen sie nur fünf mal im Monat. Zum Ende hin jeden Tag. Mit jeder Panikattacke bin ich ein Stückchen mehr gestorben. Lebensqualität = null! Für was noch hier sein? Für was diese Qual noch mitmachen? Eigentlich bin ich ein Kämpfer... aber auch so verdammt schwach geworden.

September 2014: Ich bin umgezogen in eine neue Wohnung. In meiner alten habe ich mich nicht mehr wohl gefühlt. Von da an ging es erst einmal Berg auf. Die Panikattacken waren verschwunden. Nur die Angst, die ist mein ständiger Begleiter. Ich fühlte mich wieder wohler und war davon überzeugt das schlimmste überstanden zu haben. Dennoch musste ich jeden Tag daran denken dass es mir wieder passieren kann. Jeden Morgen, jeden Mittag und jeden verdammten Abend. Das diese Gedanken nicht besonders förderlich sind hätte mir eigentlich klar sein sollen. Und spätestens als dann wieder eine Panikattacke kam... da war es mir klar. Leider zu spät. Es fing wieder von vorne an. Und natürlich ist die Verzweiflung dann immens wenn man vorher noch dachte dass alles wieder gut ist.

Mittlerweile bin ich in Reha. Habe noch eine Woche vor mir und konnte hier sehr viel lernen. Über mich und über meine Krankheit. Das ich nach meinem Aufenthalt hier nicht geheilt bin ist mir klar. Aber die Reha ist ein gutes Sprungbrett. Und danach geht es weiter mit einer Ambulanten Therapie. Ich habe viel aufzuarbeiten denn auch vor diesem einen Vorfall gab es genug Probleme die ich immer wieder verdrängt habe. Der Suizid von meinem Dad, der Tod meiner Großeltern, fehlender Kontakt zu wichtigen Menschen und auch der Auslandseinsatz. All diese Probleme sind eine enorme Belastung für mich. Und da ich das nie richtig verarbeitet habe musste es soweit kommen. Das Vorhofflimmern war nur der Auslöser des ganzen. Aber unter dem Eisberg hatte sich schon vorher einiges angesammelt.


Falls ihr es geschafft habt bis hier hin zu lesen dann möchte ich euch hiermit meinen Dank für das Interesse aussprechen. Ich bin mir bewusst dass ihr eure eigenen Probleme und Lasten zu tragen habt. Und ich weiß auch dass es mir im Vergleich zu anderen Menschen eigentlich noch ziemlich gut geht. Es gibt so viel Leid auf diesem Planeten und manchmal schäme ich mich dafür mit so einer Kleinigkeit so rum zu heulen.

Ich wünsche euch allen wirklich viel Gesundheit und ich freue mich hier zu sein.



Dominik
 
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Kathleen

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Hallo Dominik,
herzlich Willkommen bei uns. Du hast viel mitgemacht, hier wirst du verstanden, denn viele von uns haben das gleiche durchmachen.
Eine Frage drängt sich für mich in der Vordergrund: ist dein Herz genauer untersucht worden durch einen Kardiologen?

Ich glaube, dass deine ersten (Herz)- Beschwerden im Grunde schon eine Panikattacke war. Dass der Puls enorm steigt und das Herz klopft ist in dem Moment normal.

Ich denke, dass du mit der Reha und anschließender Therapie auf dem richtigen Weg bist und sehr gute Chancen hast die Angststörung weg zu bekommen bzw. lernst gut damit zu leben.
 

Dominik

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Guten Morgen Steffie,

vielen Dank für die Begrüßung.

Mein Herz wurde sogar öfter untersucht. Herz Ultraschall, Langzeit EKG... usw. Und immer ist das gleiche bei rum gekommen. Nämlich das mein Herz gesund ist. Naja... Ich glaube das mittlerweile auch aber irgendetwas ist da oben in meinem Kopf das mir ab und zu das Gegenteil einreden will. Etwas unbewusstes. Wie ein Dämon der mir manchmal ins Ohr flüstert.

Bei meinem ersten Vorfall handelte es sich tatsächlich um Vorhofflimmern. Klar war es im Grunde auch schon eine Panikattacke aber eben ausgelöst durch die Herzrhythmusstörungen.

Die Reha hat mir bis jetzt sehr viel gebracht. Die Therapeuten hier sind richtig klasse. Leider dachte ich am Anfang dass ich nach der Reha komplett geheilt bin... wurde dann aber ganz schnell auf den Boden der Tatsachen geholt. Heute sehe ich es eher als Sprungbrett.

Liebe Grüße
 

Kathleen

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Bei meinem ersten Vorfall handelte es sich tatsächlich um Vorhofflimmern. Klar war es im Grunde auch schon eine Panikattacke aber eben ausgelöst durch die Herzrhythmusstörungen.
Ja, die habe ich auch. Die harmlose Variante. Ich merke es aber besondern, wenn ich eh angespannt bin. Herzstolpern, extra Systolen. Im EKG sichtbar. Dann merke ich monatelang gar nichts.

Die Reha hat mir bis jetzt sehr viel gebracht. Die Therapeuten hier sind richtig klasse. Leider dachte ich am Anfang dass ich nach der Reha komplett geheilt bin... wurde dann aber ganz schnell auf den Boden der Tatsachen geholt. Heute sehe ich es eher als Sprungbrett.

Liebe Grüße
Leider wird man so schnell nicht geheilt. Es ist ein langer und harter Weg. Aber mit jedem Schritt und Erfolg wird der Weg etwas leichter.
 

pippi1710

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Hallo, Dominik!

Wow, da hast du ja einiges durchgemacht, ganz schlimm was man liest bei dir! Kann es eventuell sein, dass die Panikattacken auch von deinem Dasein als Soldat herkommt? Gerade sowas mit Auslandseinsatz usw, das klingt für mich schon nach einer eventuellen Ursache.

Hier im Forum bist du auf jeden Fall sehr gut aufgehoben! Schreib uns immer wenn es dir schlecht geht, hier bekommt man immer Hilfe *huhu*
 

marry

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Hallo Dominik,

wie ich hier sehe, gehst Du
sehr offen mit Deiner Erkrankung
um, bezüglich Foto. Hast Du keine
Bedenken, daß es Dir vielleicht
zum Nachteil werden könnte?
 

Dominik

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Hallo Melanie.... Hallo Marry und Hallo Pippi :)

Ja pippi, mit Sicherheit hat der Auslandseinsatz auch etwas damit zu tun. Es ist wie bei einem Puzzle in dem viele Stücke ein komplettes Bild ergeben. Alle Probleme steigern grundsätzlich ja erst einmal den Grundpegel der Angst hoch. Irgendwann überschreitet er dann die Grenze und der "Verstand" spielt verrückt.

Wie schon erwähnt habe ich hier in der Reha viel über die Angst gelernt. Und sobald ich fertig bin werde ich hier auch mal ein wenig Theorie rein bringen und meine Erfahrungen weitergeben. Vielleicht hilft es dem ein oder anderen ja zu verstehen wie Angst überhaupt entsteht und für was Angst ja eigentlich gut ist.
 

pippi1710

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Das mit dem Foto ist mir auch aufgefallen, aber im Grunde genommen ist es echt mutig, das hier so offen zu schreiben und ein Bild zu posten
 

Dominik

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Da habt ihr Recht.

Ich gehe sehr offen damit um. Mittlerweile schon. Ich denke das muss man auch. Mir hilft es enorm und mir macht das jetzt auch nichts aus wenn ein Foto von mir im Internet ist. Ich habe lange Zeit immer alles verdrängt und so getan als ob es mir gut geht. Gebracht hat es mir nichts. Außer dass es dadurch schlimmer wurde. Man sollte voll und ganz dazu stehen krank zu sein. Man sollte die Krankheit nicht wie einen Feind behandeln sondern eher wie ein Freund der dir sagt "mit dir stimmt was nicht. Du musst etwas ändern." Ich bin mittlerweile auch stolz darauf dass ich zu mir selber stehe auch wenn ich viele Rückschläge habe. Meinetwegen kann jeder erfahren was mit mir ist. Nur so kann ich meine Krankheit auch besser akzeptieren und von ihr lernen
 

marry

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Da habt ihr Recht.

Ich gehe sehr offen damit um. Mittlerweile schon. Ich denke das muss man auch. Mir hilft es enorm und mir macht das jetzt auch nichts aus wenn ein Foto von mir im Internet ist. Ich habe lange Zeit immer alles verdrängt und so getan als ob es mir gut geht. Gebracht hat es mir nichts. Außer dass es dadurch schlimmer wurde. Man sollte voll und ganz dazu stehen krank zu sein. Man sollte die Krankheit nicht wie einen Feind behandeln sondern eher wie ein Freund der dir sagt "mit dir stimmt was nicht. Du musst etwas ändern." Ich bin mittlerweile auch stolz darauf dass ich zu mir selber stehe auch wenn ich viele Rückschläge habe. Meinetwegen kann jeder erfahren was mit mir ist. Nur so kann ich meine Krankheit auch besser akzeptieren und von ihr lernen

Dominik*huhu**jaa*
 

wolfgang

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Hallo Dominik,

willkommen hier in diesem Forum.
Hier sind viele nette Menschen mit vielen hilfreichen Tipps *jaa*

Alles Gute für Dich
Grüße, Wolfgang
 

Christin

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Hallo Dominik,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.
Deine Einstellung finde ich klasse und ich hoffe, du gehst weiter deinen Weg und dir geht es bald wieder besser.

Die Reha klingt schon mal gut. Muss ich vielleicht auch mal machen. :)
 

Dominik

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Habe mich heute mal ausschließlich diesem Forum gewidmet und sehr viel gelesen. Vor allen Dingen im Bereich "Meine Geschichte". (keine Sorge... die Boardregeln hatte ich gestern schon durch) :D

Es ist für mich erschreckend und erleichternd zugleich. Mir ging es ehrlich gesagt gar nicht so gut als ich einige Erfahrungen gelesen habe. Es zieht einen doch schon ganz schön runter und ich musste mich wirklich beherrschen um nicht zu viele negative Gedanken zu bekommen. Aber ich fand es sehr informativ und habe mich in vielem wieder gefunden. Und das ist letztendlich auch eine sehr große Hilfe.


Ich bin froh dieses Forum gefunden zu haben und werde hier bestimmt noch die ein oder andere Frage stellen. Ich habe durch das Forum aber auch jetzt schon viele Erkenntnisse erlangen können.

Nächste Woche am Dienstag darf ich endlich wieder nach Hause und eigentlich freue ich mich sehr. Aber leider möchte meine Angst nicht hier in der Reha bleiben. Also nehme ich diese dann auch wieder mit. Trotzdem bin ich voll motiviert und glaube dass ich das alles schon irgendwie schaffe. Leider bekam ich aber heute einen Anruf von dem Psychologen bei dem ich mich zuletzt "beworben" habe. Er teilte mir mit dass ich jetzt bei ihm auf der Warteliste stehe und es mindestens 10 Monate dauern wird bis ich einen Termin bekomme. Das ist dann schon der fünfte bei dem es so lange dauert. Habe erst gar nicht gewusst dass die Wartezeiten so lang sein können. Hatte mir leider erhofft dass ich nach der Reha nahtlos weiter machen könne mit der Therapie.

Jetzt habe ich hier in der Reha von einigen Mitpatienten den Tipp bekommen ich solle im Notfall ein Bedarfsmedikament nehmen. "Tavor" soll ganz gut sein. Eigentlich sind solche Bedarfsmedikamente ja absolut kontraproduktiv zu dem was ich hier gelernt habe. Es ist eben eine Vermeidungsstrategie. Aber ich wusste auch nicht dass ich dann jetzt wieder fast ein Jahr auf mich alleine gestellt bin ohne Therapie. Ich weiß was "Tavor" ist habe aber keine Erfahrungen damit. Ich bin mir über das Suchtpotential dieses Medikamentes durchaus bewusst (Google mal wieder) aber meiner Meinung nach wäre dies das optimalste Notfall Medikament für mich bis ich meine ambulante Therapie beginnen kann.

Jetzt frage ich mich ob der Hausarzt der über meine Krankheit Kenntniss hat es ohne Probleme verschreibt.

Ich habe hier schon einen Topic über Tavor gefunden aber mich würde mal eure Meinung darüber interessieren.


Lieben Gruß
Dominik
 

Kleine Fee

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Hi Meniko,

ich bin kein Freund von Tavor. Ich denke man kommt auch ohne aus. Das Suchtpotential ist echt hoch.
Wieso versuchst du es nicht nochmal mit Antidepressiva? Herzrhythmusstörungen stehen ja praktisch in jedem Medikamentenzettel...
Wenn du angst hast vor Nebenwirkungen, kannst du dich in der Einschleichphase auch in eine Klinik einweisen lassen. Ich weiß von mindestens einer (ehemaligen) Userin hier, das sowas möglich ist.
 

Dominik

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Naja.... Die Antidepressiva müsste ich jeden Tag nehmen und die Tavor eben nur im absoluten Notfall. Finde die Nebenwirkungen lesen sich bei Tavor noch lange nicht so schlimm wie die bei dem Citalopram. Natürlich... das Suchtpotential ist halt da. Aber solange man es nicht übertreibt und sich wegen jeder Kleinigkeit eine rein schmeißt....

Habe hier in der Reha eine kennengelernt die Tavor ein Jahr lang genommen hat und hier hat sie das Medikament dann abgeholt bekommen weil Therapie. Sie hatte keine Probleme damit und fühlt sich soweit auch ganz wohl.
 
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