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Thema: Psychosomatik, Konfrontation und Achtsamkeit

  1. #1
    Mod i.R. Benutzerbild von Lutz
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    Standard Psychosomatik, Konfrontation und Achtsamkeit


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    Was für ne Nacht.

    Bauchschmerzen, Durchfall, Albträume.

    Heute früh habe ich dann meinen alten Kumpel telefonisch zum Geburtstag gratuliert und den Frühschoppen abgesagt.

    Seitdem geht es mit mir rasant bergauf. Der Bauch blubbert nur noch versöhnlich vor sich hin, der Durchfall wird mit Loperamid im Zaum gehalten, hab die Sauna angeschmissen und gehe dann mit Tochter schön ins Warme. Danach vielleicht noch ein entspannendes heißes Bad, was leichtes zu essen und ein Mittagsschläfchen.

    Innere Ruhe und Frieden breiten sich aus, mir geht es wieder gut.

    Wenn der Geist was nicht will, dann zeigt er einem schon über den Körper, was man darf und was nicht - Psychosomatik eben. So macht das Unterbewusstsein eben aus Party Wellness.

    Aber häufen darf sich das nicht.

    Habe es mit meinen Lieben ausgewertet, was da beim letzten Mal schiefgelaufen ist, dass der Körper so heftig mit Abwehr reagiert. Es war dort sehr eng, das kann ich überhaupt nicht ab und die familiären Querelen und Spannungen in der Familie des Gastgebers sind unübersehbar und übertragen sich auf sensible Menschen.

    Abgehakt, verarbeitet und nun Freude an der Wellness.

    Euch allen einen schönen Feiertag, auch wenn es mit raus setzen wohl temperaturbedingt wieder nichts wird.

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    Liebe Grüße
    Lutz

    Nur wer alle Blickwinkel prüft, weiss, welcher der richtige ist.

  2. #2
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    Standard AW: Moderatoren Geplauder

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Wenn der Geist was nicht will, dann zeigt er einem schon über den Körper, was man darf und was nicht - Psychosomatik eben. So macht das Unterbewusstsein eben aus Party Wellness.
    Hallo Lutz,
    erst mal danke fürs umsiedeln *ggg*
    Aber du hast absolut recht mit dem was du geschrieben hast. Auch ich habe heute so ein Tag wo mir der Körper ganz deutlich zeigt was der Geist nicht will heute und gar nicht braucht.

    Aber hast du auch nicht lange gebraucht, um es so sehen zu können? Und auch so annehmen zu können?
    Also bei mir hat das gedauert, ewig. Und auch heute noch bin ich oft am straucheln, wenn ich merke der Körper will das nun gar nicht. Verstehst. Also ich bin dann am straucheln ob ich es richtig deute und nicht doch vermeide.
    Das verwirrt mich immer noch manchmal sogar sehr.
    Grüße
    Dahri
    Frieden beginnt damit,
    dass sich jeder gut um den eigenen Körper
    und den Geist kümmert.

    (Thich Nhat Hanh)

  3. #3
    Mod i.R.
    Themenstarter
    Benutzerbild von Lutz
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    Standard AW: Moderatoren Geplauder

    Huhu Dahri,

    ich verstehe das sehr gut, was Du schreibst.

    In der Tat sind das 2 Knackpunkte in der Angstbewältigung.

    Einmal die Akzeptanz, dass da Dinge ablaufen, die man nicht beeinflussen kann, ohne sich zu schaden. Das hat mich wohl die meiste Zeit gekostet in Verbindung mit der Nichtakzeptanz psychisch krank zu sein.

    Und zum anderen die Schwierigkeit zu unterscheiden zwischen das will ich gar nicht und Vermeidung.

    Letzteres gelang mir wirklich erst, als ich aufgehört habe mich mit allem zu konfrontieren was sich vor mir aufbaute.

    Erst nach der Medikamenteneinnahme und der damit verbundenen klareren oder besser angstfreieren Sicht der Dinge, lernte ich wieder zu unterscheiden, was ich will und mir deshalb über Konfrontation zurückerobere, und was ich nicht will, was mir sogar Verschlechterung durch Kräfteverschleiß einbrockt.

    Danach klappte dann auch plötzlich die Konfrontation und ich bin jetzt mal so vermessen zu behaupten, dass Konfrontation nur etwas bringt, wenn man sich mit Dingen konfrontiert, die man auch wirklich innerlich will.
    Liebe Grüße
    Lutz

    Nur wer alle Blickwinkel prüft, weiss, welcher der richtige ist.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Moderatoren Geplauder

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Und zum anderen die Schwierigkeit zu unterscheiden zwischen das will ich gar nicht und Vermeidung.
    Hallo Lutz,
    ich sehe es auch so eine der größten Schwierigkeiten für mich, dies Unterscheidung zu treffen. Auch heute noch stehe ich da immer vor einer Herausforderung für mich.
    Ich finde dieses Thema das ja jetzt hier so in unserem Mod.Raum entstanden ist, ist sicherlich auch ein Thema was die Leute im Forum gut gebrauchen bzw. interessiern könnte. Oder was meinst du?
    Eben genau die Frage bzw. die Aussage die ich oben von dir gequotet habe. Diese Unterscheidung zutreffen und wie du ganz richtig geschrieben hast, die Konfrontation bringt wirklich nur einen Erfolg bei Dingen die man innerlich wirklich will und ich würde auch noch weiter gehen und sagen, bei Dingen, Situationen die wirklich wichtig sind für den jeweiligen Menschen. Also die uns im Leben halten und die wichtig sind für unsere jetztige Lebensituation.
    Aber die Unterscheidungen, das ist echt die Schwierigkeit.
    Sollte man da einen Thread mal aufmachen?
    Was meinst du?
    Grüße
    DAhri
    Frieden beginnt damit,
    dass sich jeder gut um den eigenen Körper
    und den Geist kümmert.

    (Thich Nhat Hanh)

  5. #5
    Administrator Benutzerbild von Lunie
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    Standard AW: Moderatoren Geplauder

    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen

    Danach klappte dann auch plötzlich die Konfrontation und ich bin jetzt mal so vermessen zu behaupten, dass Konfrontation nur etwas bringt, wenn man sich mit Dingen konfrontiert, die man auch wirklich innerlich will.
    Das kann ich voll unterschreiben. Auch bei mir hat es ewig gedauert bis ich es erkannt habe. Weil ich immer auf Psychologen und Ärzte gehört habe: "machen sie dieses, machen sie jenes.."

    Bis ich mich gefragt habe; "warum soll ich das tun

    Was habe ICH davon? Nix!

    Also habe ich auf mich gehört und habe andere lassen.

    Und ab da ging es bergauf

  6. #6
    Mod i.R.
    Themenstarter
    Benutzerbild von Lutz
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    Standard Psychosomatik, Konfrontation und Achtsamkeit

    Huhu,

    wir haben grade im Teamraum eine interessante Diskussion zu obigem Thema geführt und möchten Euch ab hier gerne dran teilnehmen lassen.

    Dieser Beitrag sollte eigentlich als erster im Thread stehen, aber bei der Beitragsverschiebung wird nun mal nach dem Erstellzeitpunkt sortiert.

    Mal sehen, ob es klappt.
    Liebe Grüße
    Lutz

    Nur wer alle Blickwinkel prüft, weiss, welcher der richtige ist.

  7. #7
    Mod i.R.
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    Benutzerbild von Lutz
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    Standard AW: Psychosomatik, Konfrontation und Achtsamkeit

    hat geklappt.
    Liebe Grüße
    Lutz

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  8. #8
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Psychosomatik, Konfrontation und Achtsamkeit

    Wie oft oder wie selten kommt den sowas vor, dass du was absagst, bzw überlegst, ob es nun die Angst ist oder halt einfaches Unwohlsein?
    Gruß LinniLu

    *********************

    Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht, musst du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst.

    Voltaire

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von Satan
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    Standard AW: Psychosomatik, Konfrontation und Achtsamkeit

    Also ich habe auch immer einen schwachen Magen, wenn ich beispielsweise zum Fussball fahre und dann was fettiges Zeug vorher futter. Habe immer Imodium Lingual dabei, das beruhigt mich, denn eine Überraschung braucht man nicht im Stadion. Witziges nebenher, neulich auf Schalke...ich schloß mich auf der Stadiontoilette ein und wollte eine nehmen, die fiel runter. Hilfe......dann die Zweite blieb im Bart stecken und fiel ins Klo..... hatte noch eine Dritte (Gott sei Dank) und ich wie ein Junkie direkt rausgeleckt aus der Packung, bahhh! Naja, insgesamt ist es alles Kopfsache und daheim versuche ich das auszuhalten und eben mit Ruhe und Wärme dem zu begegnen , klappt meistens. Eine MD Grippe ist es natürlich nie und da ich einen primitiven Magen habe, kann ich auch eigentlich fast alles essen, nur der Kopf sagt was anderes.
    Hab grade Kopfstechen, ist nur ein Wirbel, aber es ist unangenehm. Mal bisken einknacken dann gehts wieder. Freut mich aber dass es bei dir auch geklappt hat Lutz und schade, dass ausgerechnet heute der Frühschoppen ausfiel!
    Es tut mir im Herz so weh, wenn ich vom Glas den Boden seh.

  10. #10
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Psychosomatik, Konfrontation und Achtsamkeit


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    Zitat Zitat von Lutz Beitrag anzeigen
    Habe es mit meinen Lieben ausgewertet, was da beim letzten Mal schiefgelaufen ist, dass der Körper so heftig mit Abwehr reagiert. Es war dort sehr eng, das kann ich überhaupt nicht ab und die familiären Querelen und Spannungen in der Familie des Gastgebers sind unübersehbar und übertragen sich auf sensible Menschen.
    .
    Auch das finde ich total wichtig, ein Auswerten der Dinge und Umstände was schiefgelaufen ist. Und da ganz offen und ehrlich zu sein.
    Es ist bei mir so, dass ich diese Sache mit meinen beiden Ohren wirklich auch in diese Richtung viel besser sehen und schätzen kann. Ich habe dieses wechselseitige extremzufallen der Ohren, so dass ich dann wechselseitig sehr lange wie durch Wasser höre.
    Es ist schon viel besser geworden, seit ich weniger arbeite und damit weniger "umdieohren" habe. Also auch weniger Gespräche und weniger Beratungen. Ich habe lange gebraucht bis mir dieser Zusammenhang mit dem "umdieohrenhaben" klar geworden ist.
    Auch zu Hause habe ich bestimmte dinge runtergefahren. Es ist nicht ganz weg, aber es ist merklich besser geworden. Merklich.
    Grüße
    Dahri
    Frieden beginnt damit,
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    und den Geist kümmert.

    (Thich Nhat Hanh)

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