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Thema: Mirtazapin absetzen

  1. #1
    Administrator Benutzerbild von Lunie
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    Standard Mirtazapin absetzen


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    Da ich schon lange sehr stabil gewesen bin und es mir sehr gut ging, habe ich, zusammen mit dem Arzt, entschieden das Mirtazapin abzusetzen.
    Ich nahm 30mg. Absetzen sollte ich von 30 - auf 15 - auf 7,5 - auf 0. Und das relativ zügig.

    Dass das mit "relativ zügig" nicht unbedingt gut geht, habe ich mir schon gedacht, also habe ich langsamer gemacht.

    Von 30mg auf 15mg ging sehr gut, ich merkte keinen Unterschied. Trotzdem hielt ich die Dosis über eine Woche.

    Dann ging es von 15mg auf 11,25 mg. Auch hier merkte ich anfangs nicht viel, außer, dass der Schlaf nicht mehr so tief war. Ich wurde mehrmals wach, konnte schlechter einschlafen - aber, ich war dafür Morgens "wacher", hatte keinen Überhang. Das war positiv.

    Die 11,25mg habe ich über 2 Wochen genommen und entschied dann auf 7,5mg zu reduzieren.
    Das ging aber nur ca. 2 - 3 Tage gut, doch dann merkte ich, dass ich innerlich sehr unruhig wurde, Angstgefühle kamen wieder auf, Herzrasen, Zittern, Schwindel und Gangstörungen.

    Diese Absetzsymptome hielt ich 3 Tage aus - zu mehr war und bin ich nicht bereit. Ich werde ab heute wieder auf 15mg erhöhen und werde zu einem späteren Zeitpunkt einen neuen Absetzversuch starten. Ich denke eh, dass der Zeitpunkt nicht gut gewählt war, da ich im Oktober nochmal operiert werden muss, da brauche ich nicht auch noch Absetzerscheinungen zusätzlich.

    Das nächste Mal muss ich halt noch langsamer und noch kleineren Schritten absetzen, ich hoffe es gelingt mir...

    Hat schon mal jemand von euch Mirtazapin abgesetzt?

  2. #2
    Mod i.R. Benutzerbild von Lutz
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    Standard AW: Mirtazapin absetzen

    Mir ging es genauso Steffie.
    Hatte allerdings einen guten Zeitpunkt gewählt und es wirklich sehr langsam ausgeschlichen.
    Allerdings sehe ich das Schiefgehen nicht als Absetzsyndrom in Richtung Entzugserscheinungen an, sondern eher in der Richtung Medi weg - Angst wieder da.
    Dabei gingen die Pfunde schnell wieder runter und ich habe es dann mit Opipramol probiert, was ich bis heute nehme und auch nicht mehr absetzen werde. Dafür passe ich die Dosis an meinen jeweiligen Zustand etwas an.
    Liebe Grüße
    Lutz

    Nur wer alle Blickwinkel prüft, weiss, welcher der richtige ist.

  3. #3
    Administrator
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    Standard AW: Mirtazapin absetzen

    Wie lange hast du Mirtazapin genommen, Lutz?

    Allerdings sehe ich das Schiefgehen nicht als Absetzsyndrom in Richtung Entzugserscheinungen an, sondern eher in der Richtung Medi weg - Angst wieder da.
    Meinst du vom Kopf her? Die Angstgefühle waren anders als sonst. Auf der anderen Seite denke ich, dass es bestimmt nicht vom Vorteil war in Net zu lesen, dass es Absetzprobleme geben kann Klar, man findet nur die negativen Beispiele. Ich war nämlich schon mal auf 7,5mg, ohne Probleme.

    Opipramol habe ich auch sehr lange genommen und konnte es von heute auf morgen absetzen. Wahrscheinlich weil ich damals nichts vom Absetzsyndom wusste, es stand auch nicht im Beipackzettel.

  4. #4
    Mod i.R. Benutzerbild von Lutz
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    Standard AW: Mirtazapin absetzen

    So knapp 4 Jahre, Steffie.
    Mirtazapinabsetzen ist mit Entzugserscheinungen verbunden, die zeitlich begrenzt sind und durch Ausschleichen minimiert werden können.
    Wiederkehrende Ängste nach dem Absetzen bleiben bestehen und müssen weiter behandelt werden.
    So würde ich das definieren.
    Liebe Grüße
    Lutz

    Nur wer alle Blickwinkel prüft, weiss, welcher der richtige ist.

  5. #5
    Administrator
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    Standard AW: Mirtazapin absetzen

    Danke Lutz. Ich werde es im November wieder in Angriff nehmen. Dann aber langsamer.

  6. #6
    Administrator Benutzerbild von Hope
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    Standard AW: Mirtazapin absetzen

    Mir kommt das viel zu schnell vor und auch in zu großen Schritten.

    Wieso soll das so zügig abgesetzt werden?

  7. #7
    Administrator
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    Standard AW: Mirtazapin absetzen

    Zitat Zitat von Hope Beitrag anzeigen
    Mir kommt das viel zu schnell vor und auch in zu großen Schritten.

    Wieso soll das so zügig abgesetzt werden?
    Weil der Arzt meint, dass es zügig geht

    Ich habe keine Eile, ich lasse mir Zeit.

  8. #8
    Administrator Benutzerbild von Hope
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    Standard AW: Mirtazapin absetzen

    Klar, der hat das ja auch oft und oft selbst gemacht.

    Lass dir viel Zeit, es kommt auf ein paar Wochen mehr oder weniger nicht an.

  9. #9
    Mod i.R. Benutzerbild von Lutz
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    Standard AW: Mirtazapin absetzen

    Ich habe jetzt nochmal nachgeschaut.
    Anfang 2005 bin ich mit 15 mg eingestiegen bei 98 kg.
    Dann so 1 Jahr später auf 30 mg gegangen und hatte am Ende 107 kg.
    Nach 2 Jahren habe ich dann reduziert auf 15 mg ohne was zu merken und dann nach wiederum ca. 1/4 Jahr auf 7,5 mg, auch ohne Nebenwirkungen.
    1/4 Jahr später auf 0, da war ich gerade körperlich krank und zu Hause. Auch keine Absetzerscheinungen.
    Als ich dann wieder arbeiten ging kamen die Ängste massiv wieder und mein Arzt verschrieb Opipramol.
    Seit dem halte ich mein Gewicht bei 103 kg mit leichter Tendenz nach oben, was aber auch alters- und stoffwechselstörungsbedingt sein kann.
    Übrigens brachte auch ein Versuch das Opi zu reduzieren, weil es mir ja sehr viel besser ging ein gleiches Resultat, was denn wohl doch für eine dauerhafte Störung des Hirnstoffwechsels spricht.

    Wichtige Erfahrung: Reduzieren in 2-3 monatigen Schritten um je 1/4 Tablette (7,5mg). Wenn dann Beschwerden wieder kommen ist man eben noch nicht soweit stabil ohne Medis auszukommen.
    Liebe Grüße
    Lutz

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  10. #10
    Administrator
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    Standard AW: Mirtazapin absetzen


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    Wichtige Erfahrung: Reduzieren in 2-3 monatigen Schritten um je 1/4 Tablette (7,5mg).
    Ja, das liest sich gut. Ich war wohl zu schnell unterwegs. Danke Lutz!
    Wenn dann Beschwerden wieder kommen ist man eben noch nicht soweit stabil ohne Medis auszukommen.
    Mhm, ich nehme gegen Ängste ja noch das Citalopram. Das Mirtazapin bekam ich wegen Depressionen und eben zum schlafen.

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