Zeige Ergebnis 1 bis 7 von 7

Thema: Therapie ja oder nein?

  1. #1
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    08.05.2016
    Ort
    Affinghausen
    Beiträge
    4

    Standard Therapie ja oder nein?


    Anzeige

    Anzeige
    Moin,
    ich wollte euch einfach mal fragen was ihr für Erfahrungen gemacht habt.

    Ich leide nun schon seit Jahren an Depressionen und Panikattacken.
    Die werden derzeit Medikamentös behandelt.
    Es ist auch nicht so wirklich klar woher das alles kommt.

    Seit ein paar Monaten denke ich für mich persönlich aber an eine Therapie, weil ich finde dass das nicht alles vom Leben sein kann.

    Ich wollte das beim nächsten Termin beim Neurologen auch mal besprechen, aber mich interessiert jetzt EURE Meinung.

    Habt ihr gute Erfahrungen gemacht?
    War euch vorher klar warum ihr daran leidet? Was der Auslöser war?

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Benutzerbild von rodin
    Registriert seit
    22.03.2013
    Ort
    Schleswig Holstein
    Beiträge
    1.984

    Standard AW: Therapie ja oder nein?

    Hallo.

    Meine Erfahrung mit Therapie ist sehr positiv... ich gehöre zu denen die die Reflektion und die Anleitung durch einen Therapeuten und ja, auch den Arschtritt gut annehmen konnte.

    Der Therapeut passte von Anfang an und ich war sehr entschlossen was ändern zu wollen...ohne dem geht's nämlich auch nicht.

    Ob es was für dich ist musst du ausprobieren ....aber was hast du zu verlieren?
    Liebe Grüße Rodin

  3. #3
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    24.02.2016
    Ort
    Nordrhein-Westfalen
    Beiträge
    16

    Standard AW: Therapie ja oder nein?

    Auch meine Erfahrungen mit Therapie (Verhaltenstherapie) sind positiv. Das interessante ist, dass meine Therapeutin und ich eigentlich nur regelmäßig ein Gespräch darüber führen, was ich in der vergangenen Woche so getan habe und wie ich mich dabei gefühlt habe, gelegentlich mit Ausflügen in die Kindheit oder Jugend oder auch in die Familie. Sie stellt Rückfragen oder gibt Denkanstöße, mehr nicht. Mir kam das erst unglaublich belanglos vor (nicht zuletzt, weil ich natürlich auch entsprechende Vorurteile gegen "Seelenklempner" hatte). Aber mit der Zeit (Therapie läuft seit Ende Januar) merkte ich, dass ich mich besser und besser fühlte. Ich habe zwar durchaus noch Anwandlungen von Angstgefühlen oder Niedergeschlagenheit, aber die sind bei weitem nicht so intensiv wie in der Zeit davor. Aktuell ist meine Therapeutin für drei Wochen im Urlaub, und ich hatte schon befürchtet, dass diese Zeit ohne meine wöchentliche "Gesprächsdosis" schwer wird. Stattdessen fühle ich mich derzeit meist blendend. Eigentlich bereue ich nur, dass ich nicht schon vor zwei Jahren eine Therapie begonnen habe, als die "Angstphase", die mich zur Therapie geführt hat, begann. Das hätte mir eine Menge schlechter Tage erspart.

    Zitat Zitat von Gwendolyn Beitrag anzeigen
    War euch vorher klar warum ihr daran leidet? Was der Auslöser war?
    Den konkreten Auslöser kenne ich und kannte ich auch vor der Therapie schon, das war eine sehr belastende Lebenssituation. Aber die Veranlagung hatte ich vorher schon. Auch das war mir im Grunde bewusst, aber es war hilfreich, das im Rahmen der Therapie mal durchzusprechen. Vor allem aber hat die Therapie meinen Blick auf Dinge gelenkt, an die ich vorher gar nicht gedacht hatte oder vielleicht auch nicht denken wollte. Auf der anderen Seite habe ich gelernt, dass Dinge, die ich für Riesenprobleme gehalten habe, eigentlich gar nicht so problematisch sind.

  4. #4
    Neuer Benutzer Benutzerbild von Lilley
    Registriert seit
    18.11.2016
    Ort
    Bremen
    Beiträge
    11

    Standard AW: Therapie ja oder nein?

    Ich habe auch positive Erfahrungen mit Therapie gemacht. Allerdings muss ich sagen, dass es hier sehr große Unterschiede gibt. Alles steht und fällt mit der Therapeutin/dem Therapeuten. Wenn die Chemie zwischen euch nicht stimmt ist die ganze Sache zum Scheitern verurteilt. Ich hatte ein paar Erstgespräche, nach denen ich die Sache nicht weiterverfolgt habe.

    Ich habe dann nochmal genauer recherchiert und über heil-verzeichnis.de jemand guten gefunden. Da stellen sich alle Therapeuten kurz vor und man hat nicht einen nichts sagenenden Eintrag wie im Telefonbuch. Wenn man ein Foto sieht ist das auch schon was anderes. Manche Leute habe ich dann gar nicht erst kontaktiert.
    Der Sinn des Lebens ist loslassen.

  5. #5
    Administrator Benutzerbild von Hope
    Registriert seit
    25.02.2015
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    1.285

    Standard AW: Therapie ja oder nein?

    Ich habe lange Gesprächstherapie gemacht (war ganz ähnlich wie bei Wasserkran), das hat mir sehr gut getan und auch geholfen. Ich habe mich selbst dadurch besser kennengelernt und es ging mir durch die Therapie auch sehr schnell besser. Einfach weil ich wusste, da ist jemand, der mir helfen kann. Medikamente habe ich trotzdem immer wieder mal gebraucht, aber das finde ich heute überhaupt nicht mehr schlimm.

    Den einen Auslöser gibt es bei mir nicht, es war die Summe vieler Dinge/Erfahrungen, die ich gemacht habe, angefangen in meiner Kindheit.

    Heute ist Therapie für mich kein Thema mehr, irgendwann ist ja mal alles gesagt.

    Über meine Kindheit möchte ich zudem nicht mehr sprechen, damit geht es mir nicht gut. Aber das war anfangs anders und hat geholfen.

    Also, nur zu, versuch' es!

  6. #6
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    10.09.2018
    Ort
    NRW
    Beiträge
    28

    Standard AW: Therapie ja oder nein?

    Hi,
    ich habe auch gute erfahrungen mit Psychotherapie gemacht. aber genauso wie meine vorschreiber ist es wichtig den richtigen Psychologen zu finden. Mir hat dabei gut mein erstes gefühl geholfen.

    Psychotherapie finde ich ist ein wichtiger bestandteil zur genesung.
    Medis unterdrücken nur die Symthome und helfen die Psychotherapie besser durch zu führen (Dann hat man den Kopf etwas besser zusammen).

    Ich möchte dir auch ans Herz legen zu ner Therapie zu gehen. Nicht nur das dass Reden hilft, sondern das man auch Methoden erarbeitet um die krankheit zu lenken und mit der Zeit in den Griff zu bekommen.

    LG Jule

  7. #7
    Mod i.R. Benutzerbild von Lutz
    Registriert seit
    23.03.2013
    Ort
    Thüringen
    Beiträge
    3.433

    Standard AW: Therapie ja oder nein?


    Anzeige
    Hallo,

    ich habe es mit Einnahme von Opipramol ohne Psychotherapie geschafft, wäre aber trotzdem als letztes Mittel auch noch diesen Weg gegangen.

    Allerdings bin ich auch eher Teil der Fraktion der Hirnchemiker. Nachdem der Hirnstoffwechsel wieder im Gleichgewicht war, habe ich mir meine durch die Angst erworbenen Verhaltensweisen selbst repariert.

    Bin aber immer noch an das Opipramol gebunden und mein Arzt meint, dass das lebenslang so bleiben wird.
    Liebe Grüße
    Lutz

    Nur wer alle Blickwinkel prüft, weiss, welcher der richtige ist.

Ähnliche Themen

  1. Medikament nehmen ja/nein ?
    Von ilcaffé im Forum Medikamente
    Antworten: 37
    Letzter Beitrag: 22.03.2016, 20:52
  2. nein sagen ohne Schuldgefühl
    Von bigi im Forum Angststörung und Panikattacken
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 25.08.2015, 21:15
  3. Stationär, Tagesklinik oder ambulante Therapie?
    Von DragonLady im Forum Therapien
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 12.06.2014, 11:12
  4. ja.. nein.. vielleicht.. oder doch.. oder vielleicht auch nicht...
    Von Talisa im Forum Angststörung und Panikattacken
    Antworten: 18
    Letzter Beitrag: 10.07.2013, 22:50

Forumregeln

  • Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
  • Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.
  •