Seite 1 von 11 123 ... LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 106

Thema: Meine persönliche Angstgeschichte von der Jugend bis heute

  1. #1
    Benutzer Benutzerbild von sascha0904
    Registriert seit
    15.03.2018
    Ort
    Wermelskirchen
    Beiträge
    97

    Standard Meine persönliche Angstgeschichte von der Jugend bis heute


    Anzeige

    Anzeige
    Hallo liebe Leidensgenossen,

    ich erzähle einfach mal hier meine Geschichte. Vielleicht findet ihr euch da ja auch an der einen oder anderen wieder - vielleicht mögt ihr mir auch Ratschläge oder Tips geben - ich bin für alles offen und freue mich sehr über jede Hilfe.

    95% aller meiner Leiden beziehen sich auf mein Herz (Herzrasen, nervöse Unruhe), 3% auf den Magen/Darm (Blähungen und Übelkeit), und je 1% auf Lunge (Luftnot) und diverse Muskelpartien (Verspannungen, Schwindel)


    Aus meiner eigenen Überzeugung bin ich mir fast nahezu sicher, dass ich unter einer Herzphobie (mangelnde Liebe) leide und Hypochonder (mangelnde Aufmerksamkeit) bin. Hinzu kommt mit Sicherheit eine Angststörung und eventuell vielleicht eine Depression oder ähnliches.


    Alle normalen Ärzte für innere Krankheiten, Orthopäden, Kardiologen, ...können mir nicht wirklich helfen.


    Ich war mal wieder im Krankenhaus stationär letztmalig Ende November und möchte die Gelegenheit nutzen und einfach mal erzählen (schreiben), was ich seit wann habe und wie der Werdegang so ist. Vielleicht klärt sich so ja schon einiges von alleine auf.


    Gebürtig komme ich aus Wuppertal und habe zwei ältere Brüder. Mittlerweile bin ich 43 Jahre alt. Alles fängt - so glaube ich - damit an, dass ich, seitdem ich mich erinnern kann, immer schon zum Hypochonder geneigt habe. Warum - weiß ich nicht.


    Ich erinnere mich, dass ich als Kind (ich denke ich war so um die 12 Jahre alt und später) schon immer bei meiner Ma in so ein Diagnose- und Krankheitenbuch gelesen habe. Dort habe ich dann immer geschaut, wenn ich Bauchschmerzen oder was auch immer gehabt habe, welche Krankheiten das sein könnten - natürlich waren das immer die Schlimmsten und die in dem Buch beschriebenen Symptome hatte ich auch. Bewahrheitet hat sich davon natürlich nichts.


    Meine Mutter arbeitete bis zur Rente für diverse Orthopäden am Krankenhaus als Sekretärin und schrieb Gutachten für Patienten.


    Ich muss so etwa um die 14 Jahre alt gewesen sein, als mein Papa dann an Leberzirrhose verstarb. Laut meiner Ma und dem, was ich so mitbekommen hatte, war mein Papa Alkoholkrank. Er arbeitete damals in der Stadtverwaltung und verlor durch den Alkohol am Arbeitsplatz seinen Job. Danach arbeitete er als Aushilfe für Bahlsen zum Aktionsständeraufbau und später dann in einem Käsereibetrieb. Ich kann mich noch erinnern, dass ich mal mitgefahren bin und erstmal nen großer Schluck aus dem Flachmann genommen wurde. Oder auch der Tag, wo er sich in einem Zigarettenladen Cognac kaufte und mir nen Auto, wenn ich nichts verrate. Ich erinnere mich auch, dass ich mitbekam wie meine Eltern sich stritten und ich zu meinem Vater hätte kommen sollen, wenn sie sich getrennt hätten - dazu kam es aber nicht mehr. Ich erinnere mich nur, dass mein Vater zu Hause an einem Tag viel Blut gespuckt hatte, ins Krankenhaus kam und ich ihn nur noch einmal lebendig im Gitterbett gesehen hatte.


    Am Nachmittag der Beerdigung war ich mit meinem Cousin Minigolf spielen - daran erinnere ich mich auch noch.


    Das Alkoholdrama fing - so glaube ich - an, als mein Opa (Meines Papas Vater) auf dem Weg zu unserem Kleingarten zu einer Feier war, weil mein Papa an dem Tag Geburtstag hatte und mein Opa währenddessen einen Herzinfarkt erlitt und starb.
    Vielleicht die Geburtsstunde meiner Herzneurose.


    Während der Trauerzeit war ich eigentlich im Konfirmandenunterricht. Hier erinnere ich mich, dass ich vom Pfarrer damals ausgeschlossen worden bin, weil ich einige Male (er kannte natürlich den Hintergrund) nicht zum Unterricht erschienen war. Eigentlich hätte ich mit meiner Konfirmation getauft werden sollen - somit war ich eigentlich überhaupt nicht in der Kirche.


    In meiner Jugendzeit (ich war auf einem Gymnasium) habe ich in den Ferien immer Ferienjobs gehabt. So habe ich z.B. bei einem Supermarkt Einkaufswagen zusammen geschoben oder andere einfache Dinge erledigt. Mit 14 fing ich dann auch das Rauchen an. Meine Eltern haben damals ebenfalls beide geraucht. Ich kam da durch einen ehemaligen Freund zu.


    Mit 16 etwa hatte ich nähere Bekanntschaft zu einem älteren Mann der in einem Tabakwarenladen arbeitete. Ich glaube, er war mein Vaterersatz. Dort war ich einige Nachmittage und auch mal mit bei ihm zu Hause oder in seinem Kleingarten. Hier erinnere ich mich daran, dass er sich an mich sexuell vergangen hat (er nahm da etwas von mir in seinen Mund). Weiter erinnere ich mich nicht mehr - ich glaube, dass ich danach nie wieder bei ihm war.


    Das gleiche erlebte ich dann nochmal mit einem Homosexuellen Mitarbeiter einer Videothek. Etwas Jünger - vielleicht Mitte 20. Allerdings bei ihm zu Hause. Und dann hatte ich nochmal so eine Episode mit einem älteren Zugbegleiter. Als ich aber merkte, dass er etwas von mir wollte, habe ich - glaube ich - den Kontakt zu ihm abgebrochen.


    Echte Krankheiten hatte ich in der Jugendzeit keine - Allergisches Asthma wurde bei mir diagnostiziert - da war ich um die 15 Jahre alt. Daraus resultierten diverse Bronchitiden; das war es aber auch.


    Ich war nur im Krankenhaus für eine Mandel-und eine Nasenscheidewand OP.


    Nach der 10. Klasse bin ich von Gymnasium abgegangen und habe eine Lehre als (einfach gesprochen) Telefonanlagentechniker angefangen. Diese habe ich mit sehr guten praktischen Leistungen beendet und habe direkt bei einem kleinem Unternehmen gearbeitet. Für dieses bin ich sehr viel gefahren und habe Montagetätigkeiten durchgeführt (morgens nach Frankfurt und abends zurück) über mehrere Jahre.


    Die ehemalige Freundin eines dort ebenfalls beschäftigen Kollegen wurde später meine Frau. Kennengelernt hatten wir uns im Oktober 1996.


    Auch in dieser Zeit habe ich schon viel gearbeitet (und mit Rauchen und Fastfood gelebt) - war aber auch hier nie so richtig krank.


    1997 konnte ich dann Mitten im Jahr bei einem ehemaligen Großkunden sofort anfangen - die haben mich quasi abgeworben. In dem Jahr haben wir auch am 06.10. dann geheiratet und ich wurde getauft.


    Bis in das Jahr 2000 haben meine Frau und ich uns noch kräftig die Hörner abgestoßen - hatten einiges an Theater - aber letztendlich auch hier keine weiteren Gesundheitlichen Probleme.


    Ende 2000 war dann unsere Tochter geboren.


    In den Folgejahren (wir sind ja quasi in die Gemeinde reingewachsen) habe ich dann neben meinem ziemlich zeitfüllenden Beruf noch einige Ehrenämter angefangen (Gottesdienst für Motorradfahrer, Technik Vereinsheim , Cafeteria Vereinshaus Kirmesstand, Technik Kirche, DVD-Dienst Kirche, Vorstand von Förderverein erst Grundschule, jetzt vom Gymnasium).


    In der Zwischenzeit hatten wir auch trotzdem unsere finanziellen Probleme weil wir mehr ausgegeben hatten, als wir uns hätten leisten können. Aber auch das haben wir gemeistert und stehen heute besser da, als wir uns hätten jemals erträumen können.


    Aber man darf auch nicht vergessen:
    In meinem Job mache ich nahezu alles alleine, arbeite manches Mal um die 12 Stunden (aber auch mal nur 4), hatte nie echten Urlaub oder echte Krankheit. Ich habe immer weiter gearbeitet gehabt. Dafür eben halt auch mein Gehalt.


    Unsere Tochter hatte dann im Jahr 2015 als Letzte ihre Konfirmation in Sonne gefeiert und ich habe mich 2016 dann im Frühjahr im Ort Konfirmieren lassen.


    Im Sommer vorletzten Jahres (wir waren an der Nordsee im Urlaub) rief mich jemand aus der Firma an und fragte (wie immer), ob ich mir einen neuen Kunden vorstellen könnte. Bisher betreue ich bereits 3 Kunden alleine mit 1 1/2 weiteren Kollegen. Ich glaube diese Zusage hat mich an die heutige Situation gebracht oder war ein Auslöser zumindest oder der berühmte Tropfen. Weil:


    Bis Anfang des letzten Jahres war noch alles gut. Ich bin zwar seit 2010 bei einem befreundeten Hausarzt in Wuppertal in Behandlung. Habe jede Vorsorge mitgemacht - alles war immer prima. Dann begannen meine Probleme mit dem Herzen. Er schickte mich zum Kardiologen: alles ok.
    2015 stellten die dann fest, dass ich eine minimale Kalkablagerung in der Halsschlagader hätte. War eher ein Zufallsbefund. Seitdem war ich dann jedes Jahr bei ihm. Trotzdem immer alles gut, außer das übliche Zipperlein hier und da...


    2015 erinnere ich mich noch, hatte ich mal ein erstes richtiges Problem. Ich war an einem Tag nach meinem Geburtstag auf dem Weg nach Wuppertal und rutschte auf einer Ölspur mit dem Auto aus. Konnte aber ohne Unfall den Wagen wieder abfangen.
    Während meines Arbeitstages würde mir immer schlechter - ich fuhr eher nach Hause . Dort ging es mir dann so schlecht, dass ich mich nicht mehr bewegen konnte. Ich glaube das war das erste mal eine Panikattacke. Meine Frau rief den Rettungsdienst. Im Krankenhaus haben die dann aber weiter nichts festgestellt außer, dass ich wohl Magenprobleme hatte. Nach ner Magenspiegelung konnte ich dann auch wieder nach Hause.


    Ich hatte aber seitdem immer mal abends meistens das Problem, dass ich plötzlich Unruhig wurde und mich nicht beruhigen konnte. Nach ein oder zwei Stunden ging es dann aber immer wieder. Das hatte ich bestimmt alle 4 - 6 Monate immer Mal.


    Im letzten Jahr im Frühjahr hatten wir unsere Terrasse neu mit Holz decken wollen. Nachdem wir dann das ganze Holz abgebaut hatten bekam ich unendliche Zuckungen in der linken Brust oder leicht unterhalb. Damit war ich dann in Panik direkt bei meinem Arzt und der meinte ich müsste mit sowas immer direkt ins Krankenhaus. Jedenfalls hat er nen EKG gemacht und nichts gefunden. Diese dämlichen Zuckungen - die wurde ich so richtig nicht mehr los. Immer mal wieder kamen und gingen die in unterschiedlichen Intensitäten.


    Und ich hatte seit letztem Jahr immer mal ganz kurz Schwindel.


    Mit diesen beiden Symptomen:
    Schwindel und nervöse Herz-/Brustmuskelzuckungen schlage ich mich seit Anfang 2016 herum.


    Daraus resultieren dann auch immer wieder Angstepisoden wie z.B. beim Fliegen (frei nach dem Motto schweißnasse Hände - wir stürzen ab) oder besser gleich den ganzen Flug sein lassen, Riesenrad fahren (das gleiche), Kletterpark (hier musste ich mich abseilen lassen), diverse vorzeitig abgebrochenen Urlaube (Panikattacke beim Essen abends im Restaurant), Angst vor einem erneuten MRT (Platzangst), Angst vor Verschlucken beim Essen (hatte unsere Tochter sich mal), Panikattacke beim Autofahren (das habe ich noch nie verstanden - ich fahre total gerne), usw...


    So und jetzt zum eigentlichen Problem seit Anfang letzten Jahres:


    Ich hatte ursprünglich immer Magenprobleme und bekam dagegen Säurehemmer. Auf einmal gingen diese Probleme weg und ich bekam neu Sekundenschwindel. Ganz kurz Schwindel beim Sitzen oder Autofahren, Zack wieder weg.


    Damit war ich beim Hausarzt - dann zum Neurologen. Der hat mich zum MRT des Schädels geschickt. Ergebnis: Nix außer meinen Polypen...


    Daraufhin schickte der Neurologe mich zum Orthopäden. Der meinte wieder MRT - Halswirbelsäule. Ergebnis: Nix außer eine leichte Vorwölbung.


    Also wieder zum Hausarzt - der schickte mich zur manuellen Therapie. Die habe ich dann einige Zeit machen lassen. Hat aber nicht geholfen - ich glaube, es wurde seitdem nur schlimmer.


    Anfang 2017 dann im Februar ein Hörsturz auf dem linken Ohr. Ich hörte nichts mehr nur Brummen. Es ging dann ohne Medikamente nach ner Woche wieder weg. Seitdem Hochfrequenz-Pfeifen. Ich war zwar krankgeschrieben- habe aber wegen meinem neuen Kunden weitergearbeitet.


    Dann diverse Male nen Hexenschuss. Egal. Wäre drauf. Weiterarbeiten.


    Im April dann Totalausfall mit permanenten Herzzuckungen. Hausarzt, Kardiologe, alles ohne Befund. Wahrscheinlich Überarbeitung. War drei Wochen krankgeschrieben. Hatte jeden Tag dieses bekloppte zucken und war arbeiten.


    Im August hörte es plötzlich wieder auf. Endlich.


    4 Wochen lang hatte ich nichts mehr.


    Und dann diese Anfälle von Herzrasen.
    Das steigerte sich bis in den Oktober dann. Da hatte ich täglich Herzrasen und an einem Tag hatte ich auf einmal so eine Panikattacke, dass ich zum Arzt bin. Dort hatte ich dann im EKG einen Puls von 145 und einen viel zu hohen Blutdruck.


    Am Morgen hatte ich im Spiegel eine geplatzte Ader im linken Auge gesehen und da ich ja überzeugt bin immer viel zu hohen Blutdruck zu haben (alle Ärzte sagen mir etwas anderes aber ich weiß es dank dr. Google ja deutlich besser) bekam ich wohl Panik und habe mich da reingesteigert. Ich habe auch eine Pulsuhr (gehabt) und eine passende App auf dem Handy die mir glaubhaft versicherten, dass ich gleich tot umfalle. Damit bin ich dann zum o.g. Arzt.


    Der schickte mich dann sofort notfallmässig ins Krankenhaus. Der Kardiologe dort sagte dann, es wäre doch nichts. Nur zu schneller Puls. Ich könnte ja nen niedrig dosierten Betablocker nehmen wenn ich wollte und schickte mich wieder nach Hause. Der Hausarzt sagte dann, dass ich das Mittel nicht nehmen kann, da ich Asthmatiker bin und es die letzte Pille für mich sein könnte, wegen einem schweren Asthmaanfall.
    Das wars. Das war an einem Freitag.
    Samstag war die Hölle - wieder Herzrasen und kein Schlaf mehr möglich. Einschlafen, hochschrecken, einschlafen, hochschrecken... in einer Tour bis zur Erschöpfung. Sonntags dann wieder im Auto auf der Fahrt in die Eifel eine Panikattacke als Fahrer. Irgendwie habe ich dann nach einer Zeit meine Angst besiegt.
    Am Montag dann abends das Ende. Wieder Herzrasen und Panik.
    Dann bin ich ins Krankenhaus.
    Die fanden trotz zig Untersuchungen nichts und meinten dann, dass ich vielleicht eine sogenannte Kathederablation bekommen sollte (irgendeine Verödung am Herzen, die das Herzrasen unterbindet).
    Seit den 5 Tagen im Sana hatte ich nur noch minimalste Anfälle des Herzrasens - weg war es aber nie.
    Das war vor 4 Monaten. Seit Donnerstag Abend (das fing wieder mit einem Termin bei meinem neuen Kunden Nachmittag an) hatte ich wieder diese Unruhe und das Herzrasen und bin dann damit um 21 Uhr in die Notaufnahme. Auch hier finden die nichts wirklich krankhaftes.


    Seit den ersten Malen habe ich mich ja dauernd im Internet schlau gemacht und habe zwei virtuelle Ärzte befragt. Beide meinen ich hätte mit Sicherheit eine Herzphobie. Kein Arzt in einem Krankenhaus möchte oder kann mir aber genau das bestätigen und vor allem sagen, was ich dagegen machen kann.


    Das einzige was ich will ist mein früheres Leben zurück - ohne diese nahezu täglichen Anfälle.


    Ich hatte nach der Entlassung 5 Tage keine Symptome mehr und Zack - dann fing es wieder an.


    Ein kleines „aua“ hier - ein sicherer Hinweis auf ein Herzinfarkt - wie immer. Gedankenspirale, ....., am Ende Panikattacke und der gefühlte 15. Herzinfarkt - natürlich habe ich diesen wie immer ohne Probleme überlebt.


    Und gerade hatte ich wieder diese aufkeimende Unruhe.


    Das einzige Mittel, was ich derzeit nehme ist Bisoprolol (Betablocker) alle 2 Tage morgens 1,25mg und im Wechsel alle zwei Tage einen Magenschutz.

    Der letzte Krankenhausaufenthalt war dann Ende November und seitdem habe ich jeden beschissenen Tag irgendwelche Symptome- ganz ohne geht es nicht mehr.


    Ich bin mal mehr und mal weniger kurz davor ins Krankenhaus zu fahren - machen tue ich es dann doch nie. Die Angst hat mich voll im Griff. Es nervt mich sooooo sehr. Manchmal bin ich wie fremdgesteuert. Manchmal geht es mir eigentlich ganz gut.

    Ich „ertränke“ dann ab und wenn abends meine Angst - dann geht es. Anstelle dessen könnte ich wahrscheinlich auch das Opipramol nehmen, wovor ich aber diese Angst vor Nebenwirkungen habe.

    Manchmal weiß ich einfach nicht weiter - manchmal ist aber alles ok.

    Wie geht ihr damit um und was macht ihr - wie sind eure Geschichten ?

    Liebe Grüße,

    Sascha

  2. #2
    Benutzer
    Themenstarter
    Benutzerbild von sascha0904
    Registriert seit
    15.03.2018
    Ort
    Wermelskirchen
    Beiträge
    97

    Standard AW: Meine persönliche Angstgeschichte von der Jugend bis heute

    Ich trage mal noch nach, was für Symptome ich so habe:
    -Afterjucken -> Besteht seit 8 Jahren - Interessanterweise seit Beginn diesen Jajres weg
    -Extrem viele Blähungen
    -Nervöser Magen und Darm, Sodbrennen
    -Diffuse kurzzeitige Missempfindungen in der Brust wie Schmerzen, Stechen, Kribbeln
    -Diffuse Flankenschmerzen
    -Neurologische Missempfindungen (kribbeln) im Oberkörper
    -Beklemmungen in der Brust
    -Herzstolpern (ich empfinde es so) oder „geblubbere“ am Herzen / Darm
    -seltener massives Herzrasen
    -extrem nervöse Unruhe
    -zwang zum Pulsfühlen (derzeit etwas besser)
    -Schwindel
    -Den Eindruck Wahnsinnig zu werden
    -Massive Angst / Panik mit Fluchtgefühlen
    -Verspannungen Schulter / Nacken
    -Druck in Kopf
    -Gefühl von Hitze im Kopf
    -Brennende Augen
    -Juckende Kopfhaut (lässt nach)

    Sascha

  3. #3
    Benutzer
    Themenstarter
    Benutzerbild von sascha0904
    Registriert seit
    15.03.2018
    Ort
    Wermelskirchen
    Beiträge
    97

    Standard AW: Meine persönliche Angstgeschichte von der Jugend bis heute

    Und Tja und heute ?
    Eigentlich waren wir (meine Frau, Tochter und ich) auf dem Weg zur Konfirmation meiner Nichte. Tja und kurz vor der Kirche kamen dann die Panik- und Angstsymptome.
    Meine Frau fragte ob alles ok sei. Ich antwortete Wahrheitsgemäß was ich hatte.
    Da sie es aber nicht versteht, war sie stocksauer, als wir mich dann nach Hause fuhren. Die Angst hatte halt gesiegt. Gestern hatte ich die Angst besiegt. So ist das eben. Mir ging es auch 10 Minuten später besser - aber sie wollte dann alleine fahren.
    So sitze ich jetzt alleine zu Hause und kann mich schön mal wieder über mich selber ärgern.
    Was für ein Scheiss.
    Meine Mutter sagte noch vorhin, dass meine beiden Brüder, meine Oma und mein Vater das gleiche hatten und dass das wieder weggehen wird.
    Ja - schön. Nur hoffentlich dann bald.
    LG,
    Sascha

  4. #4
    Administrator Benutzerbild von Hope
    Registriert seit
    25.02.2015
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    1.172

    Standard AW: Meine persönliche Angstgeschichte von der Jugend bis heute

    Erstmal Herzlich Willkommen bei uns!

    Vieles von dem, was du schreibst, klingt für mich sehr vertraut, anderes wiederum nicht. Jede Angststörung ist anders, jeder hat seine eigenen Dämonen. Nur soviel: Alle die physischen Missempfindungen, die du beschreibst, klingen nach Angstproblem - aber das weißt du ja.

    Es tut mir leid, dass du das durchmachen musst, mir tun diese Geschichten immer in der Seele weh - zumal es keiner versteht.

    Ich selbst habe seit fast 30 Jahren eine Angststörung mit Depression, mal ist sie ausgeprägter, mal ist sie ganz weg, mal unterschwellig da. So gruselig wie ganz am Anfang war sie allerdings nie mehr. Das ist die gute Nachricht.

    Ich habe lange Gesprächstherapien (Einzelstunden) gemacht, um mein Leben in Ordnung zu bringen, bisschen Analyse war auch dabei (aber nicht zu viel, das kann ich nicht ab), zudem habe ich immer wieder auch auf Medikamente zurückgreifen müssen, vor allem auch wegen der Depression.

    Ich würde jedem diese Kombi ans Herz legen. Gespräche brauche ich keine mehr (irgendwann ist ja mal alles gesagt) , die Antidepressiva behalte ich bei, die will ich nicht absetzen.

    Hast du schon mal an Therapie und/oder Medikamente gedacht? Bist du speziell mit der Angststörung in Behandlung?

  5. #5
    Benutzer
    Themenstarter
    Benutzerbild von sascha0904
    Registriert seit
    15.03.2018
    Ort
    Wermelskirchen
    Beiträge
    97

    Standard AW: Meine persönliche Angstgeschichte von der Jugend bis heute

    Und da sind meine Familienmitglieder von der Feier zurück. Ich werde jetzt (wie immer, wenn ich nicht funktioniere) geschnitten und nur das allernötigste wird mit mir gesprochen.
    Frei nach dem Motto: „Stell Dich nicht so an“ oder „Bist es ja selber schuld“
    Aber das ich krank bin - das sehen die nicht.
    Dass mir das wehtut - das ist denen egal.
    Ich gebe zu: Ich bin im Tal der Tränen und ich habe da auch keine Lust drauf, aber ich komme da einfach nicht raus.
    Dann geht es gerade mal wieder - dann kommt die Scheisse zurück. Es nervt so und macht alles kaputt.
    Wenn ich doch bloß einen Ausweg sehen würde.
    Liegt es wirklich daran, dass ich mich so anstelle ? Bin ich es selber schuld ?
    Es ist echt zum kotzen.

  6. #6
    Benutzer
    Themenstarter
    Benutzerbild von sascha0904
    Registriert seit
    15.03.2018
    Ort
    Wermelskirchen
    Beiträge
    97

    Standard AW: Meine persönliche Angstgeschichte von der Jugend bis heute

    Hallo Hope.
    Danke für Deine Antwort. Ja - mir tun auch diese Geschichten von anderen immer leid. Und jetzt bin ich es selber - das hätte ich vor anderthalb Jahren auch nicht geglaubt.
    Meine Therapie beginnt Mitte April - und damit sollte dieser Angst-Mist auch wieder weggehen.
    Ja - ich habe einen Therapeuten. Aber nur quasi ein Zwischending. Den endgültigen Therapeuten lerne ich wohl erst im Mai kennen. Bis dahin muss ich mir irgendwie anders helfen.
    Vielleicht sollte ich mal über meinen eigenen Schatten springen und das Opipramol (auch wenn es Nebenwirkungen haben kann) nehmen.
    Vielleicht lassen damit endlich diese dämlichen Symptome und das Dauergrübeln nach.
    Liebe Grüße,
    Sascha

  7. #7
    Administrator Benutzerbild von Hope
    Registriert seit
    25.02.2015
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    1.172

    Standard AW: Meine persönliche Angstgeschichte von der Jugend bis heute

    Opipramol ist sehr nebenwirkungsarm, ich habe das selbst Jahre lang genommen und super vertragen. Keinerlei Nebenwirkungen. Trau dich ruhig. Es hilft.

    Nein, du bist nicht selbst schuld und du stellst dich auch nicht an. Ich wünschte mir immer, diese Leute würden mal einen Tag unter Panikattacken leiden, sie würden anders reden.

  8. #8
    Administrator Benutzerbild von Lunie
    Registriert seit
    21.03.2013
    Ort
    NRW
    Beiträge
    5.107

    Standard AW: Meine persönliche Angstgeschichte von der Jugend bis heute

    Hallo aus W. nach W.
    Opipramol habe ich über 20 Jahre genommen, es hat geholfen, es beruhigt.
    Es ist ein älteres Antidepressivum, mit sehr wenig Nebenwirkungen, es ist gut verträglich.
    Wieviel sollst du denn nehmen?

  9. #9
    Benutzer
    Themenstarter
    Benutzerbild von sascha0904
    Registriert seit
    15.03.2018
    Ort
    Wermelskirchen
    Beiträge
    97

    Standard AW: Meine persönliche Angstgeschichte von der Jugend bis heute

    Hallo ihr Beiden.
    Der eine Arzt meinte, ich sollte eine bei Bedarf nehmen um mich dann zu beruhigen.
    Natürlich habe ich Dr. Google befragt und es steht eigentlich überall, dass das nur wirkt, wenn man das dauerhaft nimmt ?!?
    Aufgrund meiner Herzangst nehme ich ja schon Bisoprolol alle zwei Tage in der niedrigsten Dosis (1,25mg).
    Mein Hausarzt meint, ich sollte eine pro Tag dauerhaft nehmen. Hmmmm.
    Wie habt ihr die denn genommen und wann ?
    Danke und LG,
    Sascha

  10. #10
    Administrator Benutzerbild von Lunie
    Registriert seit
    21.03.2013
    Ort
    NRW
    Beiträge
    5.107

    Standard AW: Meine persönliche Angstgeschichte von der Jugend bis heute


    Anzeige
    Ich habe es täglich genommen, denn nur so kann das Medikament richtig wirken, meiner Meinung nach.
    Ich glaube ich habe 50 - 0 - 50 (zeitweise auch 100 mg abends) genommen.

Ähnliche Themen

  1. Meine Vorstellung und meine längjährige Geschichte
    Von Mibo im Forum Meine Geschichte
    Antworten: 18
    Letzter Beitrag: 24.02.2016, 01:38
  2. Ab heute ist Schluss!!!!
    Von Angsthase86 im Forum Erfolgserlebnisse
    Antworten: 33
    Letzter Beitrag: 24.04.2014, 14:30
  3. Heute
    Von Bessma im Forum Erfolgserlebnisse
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 02.08.2013, 22:54
  4. Meine Angstgeschichte
    Von JackewieHose im Forum Meine Geschichte
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 27.04.2013, 23:21

Forumregeln

  • Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
  • Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.
  •