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Thema: Sätze richtig formulieren

  1. #1
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    Standard Sätze richtig formulieren


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    Guten Tag Herr Bernhardt,

    seit fast genau 2 Montaten wende ich Ihre Taktik an und mir gefällt es sehr, mir mein Leben mit schönen Gedanken schöner zu machen Ich übe nicht nur bezogen auf die Panik, sondern auch um alle meine anderen Ziele erfolgreich im Leben umzusetzen.

    Nichtsdestotrotz bin ich mir bei der Formulierung der 10 Sätze nicht ganz sicher.

    Mein Problem ist folgendes, ich kriege Panik, wenn keine Toilette da ist/ ich (vermeintlich) nicht aus der Situation gehen kann um zur Toilette zu gehen ( Auslöser war eine Situation vor 3 Jahren, wo ich und meine Kollegen k.o. Tropfen (oder Ähnliches) im Getränk hatten und ich nicht mehr Herr der Situation war und dementsprchend meine Blase auch nicht mehr unter Kontrolle hatte, Alkohol war definitiv nicht der Auslöser. Ich bin noch nie mit Dorgen und Nikotin in Berührung gekommen und trinke nur selten Alkohol)

    An die Panik selber denke ich vllt dreimal pro Woche, die letzte richtige Attacke ist ca 3 Monate her und davor weiß ich ehrlich gesagt gar nicht mehr, wann davor die letzte Attacke war...mehrere Monate auf jeden Fall. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich bei Gelegenheiten sogar vergesse zu Toilette zu gehen, trotzdem halte ich immer noch bewusst, teilweise unbewusst nach WCs Ausschau.

    Ich möchte aber gar nicht mehr an die Panik denken

    Schwierige Situationen, in denen ich Panik bekomme und zur Toilette muss , bzw mir meine Blase das vorgaukelt, sind:
    - lange Autofahrten/ Busfahrten, Stau, nicht nur wenn ich alleine bin sondern auch mit anderen Leuten

    - im Flugzeug/Hörsaal/ Kino in der Mitte der Reihe sitzen, rechts und links sitzen Leute
    - Situationen wo ich mir selber einrede, dass ich nicht entscheiden kann ob ich raus will, z.B. wenn mich jemand in ein langes Gespräch verwickelt, Klausuren an der Uni

    - Situationen wo nicht klar ist, wie lange sie dauern werden, z.B. wenn man in einer Schlange ansteht , aber auch Kundenmeetings, Vorstellungsgespräche

    Wie soll ich die Sätze formulieren? Muss es pro Situation ein Satz sein oder kann ich auch alle Situationen in einem Satz kombinieren?

    Meine Satz sieht im Moment so aus:
    "Während eines Kundenmeetings/ Kinobesuch/ Autofahrt lässt mich meine Blase völlig locker. Ich bleibe mit meinen Gedanken voll und ganz beim Gespräch/ Film/ Fahrt. Wenn sich die Gelegenheit ergibt suche ich in Ruhe die Toilette auf."

    Haben Sie noch andere Formulierungen parat, die vllt besser geeignet sind? Konnten Sie schon Patienten helfen, die ein Ähnliches Problem hatten?

    Vielen lieben Dank schonmal für Ihre Hilfe!


  2. #2

    Standard AW: Sätze richtig formulieren


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    Hallo Aquamarin,
    das Gefühl ständig auf die Toilette zu müssen ist eines der häufigsten Symptome, unter denen Angstpatienten leiden. Wie dieses Gefühl ausgelöst wird, habe ich auf Seite 33 (bzw. Seite 45 in der Neuauflage) meines Buches ausführlich erklärt. Den Fokus auf diese körperlichen Symptome der Angst zu legen, verstärkt das unangenehme Gefühl noch mehr. Sicher ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass es diesen Harndruck nicht gibt, wenn Sie wissen, dass eine Toilette in der unmittelbaren Nähe ist. Nicht eine volle Blase, sondern NUR der Gedanke: „Mist, hier ist gerade keine vernünftige Toilette in der Nähe“ sorgt für das Gefühl, „scheinbar“ ganz dingend aufs Klo zu müssen. Deshalb ist es hier besonders wichtig, den Fokus mit Hilfe der 10-Satz-Methode bewusst zu verschieben. Hier geht es um wesentlich mehr, als um reine Ablenkung. Wer die Übungen des Buches regelmäßig und gewissenhaft macht, programmiert im wahrsten Sinn des Wortes sein Gehirn um. Die Idee ist, Ihre gesamte Aufmerksamkeit nicht mehr auf ein „scheinbar körperliches Problem“ zu richten, sondern auf ein neues großes und tolles Ziel, dass Sie in Ihrem Leben anstreben. Wer seine Mentalübungen konsequent macht, dem fällt es von Woche zu Woche leichter darüber nachzudenken, wie das eigene Leben sich noch angenehmer gestalten lässt und gleichzeitig „vergisst“ das Gehirn immer mehr darauf zu achten, ob auch wirklich eine Toilette in der Nähe ist oder nicht. Dadurch verschwindet der unnatürliche Harndrang mit der Zeit immer mehr. Also am besten die Toilette ganz aus den Sätzen verbannen und dafür noch mehr wirklich begehrliche Ziele finden, die die ganze Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
    Liebe Grüße
    Klaus Bernhardt

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